
GSS stellt Insolvenzantrag
Die Nürnberger GSS Grundig SAT Systems GmbH hat mit am 28. Februar 2017 einen Insolvenzantrag gestellt und wird aber vorerst weiterarbeiten. GSS stellt mit 43 Mitarbeitern TV-Empfangstechnologien her. „Das Unternehmen ist in einem hart umkämpften Marktsegment tätig. Ein Umsatzeinbruch veranlasste die Geschäftsführung nun, die Notbremse zu ziehen“, so Dr. Jochen Zaremba aus der Kanzlei Schwartz Insolvenzverwalter. Er wurde vom Amtsgericht Nürnberg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. „Wir analysieren die Lage des Unternehmens derzeit intensiv“, so Zaremba. Man werde alles tun, um die entstandenen Liquiditätslücken zu schließen und das viele Jahre erfolgreiche Unternehmen GSS weiterzuführen.
Das Kerngeschäft der GSS Grundig SAT Systems GmbH ist die Entwicklung von Mehrteilnehmer-Empfangsanlagen mit Kopfstationen. Darüber hinaus unterhält GSS einen Service-Bereich für schlüsselfertige Anlagen und vertreibt Komponenten der Satelliten-Verteiltechnik. Entstanden ist die GSS aus der Grundig AG. 1995 gründete diese den Geschäftsbereich „Kopfstationen und Satelliten-Systeme“. Seit 2004 wurden Management, Entwicklung, Produktion und Service des bisherigen Grundig-Bereichs als eigenständige GmbH mit dem Namen GSS Grundig SAT Systems GmbH weitergeführt. Heute ist die GSS eigenen Angaben zufolge die Nummer eins unter den Herstellern professioneller Kopfstationstechnik im deutschsprachigen Raum.
Nach gtn-germany und Blankom Antennentechnik ist damit ein weiteres eingeführtes Unternehmen für TV-Empfangstechnik in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Blankom hat den Betrieb eingestellt, erfolgreiche Unternehmensteile von gtn-germany sind von anderen Unternehmen übernommen worden, wie das EMV-Labor durch braun Telecom.

