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Münchner Netzbetreiber M-net und Nokia übertragen 500 Gbit/s über eine Wellenlänge

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Die M-net Geschäftsführer Nelson Killius und Dr. Hermann Rodler gemeinsam mit der Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach und Matthias Hahn von Nokia (v.l.).

Der bayerische Netzbetreiber M-net hat bei einem gemeinsamen Feldtests mit Nokia erstmals eine Datenrate von 500 Gigabit pro Sekunde auf einer einzelnen Wellenlänge erzielt. Das gaben die beiden Unternehmen im Rahmen der Eröffnung der neuen M-net Zentrale "M-Cube" in München am 7. Februar 2019 bekannt.

Die Datenübermittlung im Feldtest erfolgte unter Nutzung eines neuartigen Codierungsverfahrens basierend auf Forschungsarbeiten der TU München über Glasfaserleitungen auf einer Distanz von etwa 320 Kilometern. Im genutzten System kam dabei erstmals ein neuer, von Nokia entwickelter Signalprozessor zum Einsatz. Bei Ausnutzung der kompletten Kapazität sollen so Bandbreiten von bis zu 76,8 Terabit pro Sekunde auf einer Glasfaser möglich sein. M-net könne mit dieser Technik zukünftig Backbone-Netze zur Verfügung stellen, die den hohen Anforderungen an die Übertragungsbandbreite im 5G-Zeitalter auch langfristig gerecht werden, so das Unternehmen

"Dieser Feldversuch und die erreichte Übertragungsgeschwindigkeit sind ein neuer Meilenstein auf dem Gebiet der optischen Hochgeschwindigkeitsnetze", so Dr. Hermann Rodler, Technischer Geschäftsführer bei M-net. „Wir unterstreichen damit ganz klar die Innovationskraft, die in M-net steckt. Unser Fokus war dabei schon immer auf die Glasfaser als leistungsstärkstes Übertragungsmedium der Welt gerichtet."

DWDM-System als integraler Bestandteil

Technische Grundlage für den Feldversuch zwischen der neuen M-net Zentrale in München und einem M-net Betriebsraum in Regensburg war ein sogenanntes Dense Wavelength Division Multiplexing-System (DWDM-System). Es nutzt zur Datenübertragung Glasfaserleitungen und sorgt dafür, dass jede einzelne Wellenlänge im genutzten Spektralbereich zur Übermittlung von Informationen genutzt werden kann. Die zur Übertragung im Glasfaserkabel verwendeten Wellenlängen liegen hier sehr dicht beieinander. Um die in diesem Feldversuch angestrebte Bandbreite zu ermöglichen, mussten die eingesetzten Systemkomponenten zum Übermitteln der Spektralfarben hohen Anforderungen entsprechen.

Erster Einsatz von Nokias Digitalem Signalprozessor
Möglich machten diesen Rekord speziell für DWDM-Systeme entwickelte WDM-Komponenten von Nokia. M-net hat als erster Netzbetreiber weltweit den neuen Digitalen Signalprozessor (DSP) Photonic Service Engine 3s (PSE-3s) mit kohärenter Signalverarbeitung getestet. PSE-3s ermöglicht dank der intelligenten Signalverarbeitungstechnologie "Probabilistic Constellation Shaping" (kurz PCS) eine sehr genaue Anpassung des optischen Signals an die vorherrschenden Übertragungsbedingungen. Dadurch ist es möglich, die Übertragungskapazität über jede Distanz zu optimieren. Die Übertragungsrate lässt sich mit dem eingesetzten System über kürzere Distanzen auf bis zu 600 Gigabit pro Sekunde je Wellenlänge steigern, was eine Gesamtübertragungskapazität von 76,8 Terabit pro Sekunde je Glasfaser ermöglicht.



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() 09.02.2019


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