FRK-Beitrag von Netflix, Amazon, Google & Co für Breitbandnetzausbau

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Anbieter datenintensiver Audio- und Videodienste wie Netflix, Amazon TV, Apple Music, Google, Facebook und YouTube sollen sich in angemessener Form an den Ausbaukosten der künftigen Gigabit-Netze durch eine Netznutzungsgebühr beteiligen, die nicht zulasten der Verbraucher gehen dürfe. Dies hat jetzt der Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) auf seinem Breitbandkongress in Leipzig gefordert. Dem Interessenvertreter der mittelständischen Netzbetreiber schwebt dabei für Streaming-Dienste alternativ eine monatliche Abgabe bis zu einem Euro je Kunde oder eine volumenabhängige Gebühr vor. „Langfristig kann kein Geschäftsmodell funktionieren, das einseitig auf der Idee kostenloser Datenautobahnen basiert, wenn letztlich den privatwirtschaftlichen Betreibern dieser Infrastrukturen das nötige Geld für den Erhalt und weiteren Ausbau fehlt“, betonte Heinz-Peter Labonte, Vorsitzender des FRK.

Damit reagiert der Fachverband als erster Interessenvertreter der Netzbetreiber in Deutschland auf das nur durch raschen weiteren Ausbau der Netze zu bewältigende gewaltige Volumenwachstum für den Download von Videos und Musik. Dieses legt jährlich zwischen 30 und 40 Prozent zu und steht bei steigender Tendenz für über 80 Prozent des gesamten Datenverkehrs in den Netzen. „Nüchtern gesehen wird heute von diesen Anbietern und anderen Interessengruppen das private Eigentum von Netzbetreibern als Allgemeingut gesehen, das allen Nutzern zu gleichen Teilen und am besten mit minimaler Flatrate zusteht“, sagte Labonte weiter. „Die für den Betreiber und letztlich den Nutzer wirklich wichtigen Fragen werden dabei völlig ausgeblendet. Wie kann ich meine erforderlichen Investitionen für den Ausbau refinanzieren? Wie lassen sich Datenströme intelligent managen? Wie stelle ich langfristig die Qualität und Sicherheit der Datentransporte in meinem Netz sicher?“

Der vom FRK geforderte Beitrag der Streaming-Anbieter komme letztlich Verbrauchern und Unternehmen gleichermaßen zugute, da hervorragend ausgebaute Netzinfrastrukturen eine wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft sind und dies somit natürlich auch der Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Landes diene. „Um dies zu erreichen, ist ein Schulterschluss aller Marktakteure nötig“, sagte Labonte abschließend.


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() 19.10.2017


   

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