
Landkreis Neckar-Odenwald plant mit BBV flächendeckenden FttB/H-Ausbau
03.04.2020 - Der Landkreis Neckar-Odenwald will mit dem Unternehmen Breitbandversorgung (BBV) Deutschland in allen 27 Städten und Gemeinden des Landkreises Glasfaser bis in jedes Haus verlegen. Die BBV soll dabei mit der eigenen Tochtergesellschaft BBV Neckar-Odenwald bis 2024 den gesamten Landkreis flächendeckend auf eigenwirtschaftlicher Basis mit Glasfaser ausbauen. Der Ausbau soll komplett eigenwirtschaftlich erfolgen.
"Extrem günstiger Zeitpunkt, um Menchen von FttB/H zu überzeugen"
Bürgermeister Thomas Ludwig (Seckach) als Kreisvorsitzender des Gemeindetags sieht das genauso: "Bisher liegt Glasfaser nur bis zu den Verteilerkästen. Künftig sollen die Kabel aber direkt bis in jedes Gebäude geführt werden (FttB/H). Das ermöglicht uns dann Bandbreiten, von denen wir heute nur träumen können. Momentan ist deshalb sogar ein extrem günstiger Zeitpunkt, um die Menschen davon zu überzeugen, wie wichtig der nächste und mit Blick auf die Zukunft sogar alles entscheidende Schritt des Glasfaserausbaus ist, nämlich die flächendeckende FttB/H-Versorgung. Wer das in der aktuellen Situation immer noch nicht erkennt, dem wird dann allerdings wohl nicht (mehr) zu helfen sein."
Neckar-Odenwald-Kreis soll bundesweit erster Landkreis mit flächendeckender mit FttB/H-Versorgung werden
BBV-Geschäftsführer Manfred Maschek ist vor allem von der großen Offenheit und Kooperationsbereitschaft aller 27 Städten und Gemeinden im Neckar-Odenwald-Kreis sehr angetan: "BBV hat zusammen mit einem finanzstarken Infrastrukturfond schon an anderer Stelle eindrucksvoll bewiesen, dass man mit kreativen Lösungen auch ganz ohne staatliche Fördermittel Zukunft bauen kann. Das wollen wir auch hier unter Beweis stellen und den Neckar-Odenwald-Kreis als ersten Landkreis im gesamten Bundesgebiet flächendeckend mit Glasfaser bis in jedes Haus versorgen." Voraussetzung dafür sei allerdings die Mitwirkungsbereitschaft der Grundstückseigentümer. Man brauche dafür auf jeden Fall eine bestimmte Mindestquote an Vorverträgen. Dafür verlege BBV dann aber die Glasfaser kostenfrei auch bis zu 10 Meter in das jeweilige Grundstück hinein.
BBV will uneingeschränkt "Open Access" gewährleisten. Der Zugang zum BBV-Netz werde somit auch für andere Anbieter jederzeit diskriminierungsfrei, offen und transparent möglich sein.
Momentan laufen noch Gespräche, wo der Ausbau beginnen soll und wie er auf das gesamte Kreisgebiet ausgerollt werden kann.
Claudia Boss-Teichmann 03.04.2020

