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(Quelle: IDATE für das FTTH Council Europe)

Marktpanorama des FTTH Councils: Geschwindigkeit des Glasfaserausbaus in Europa nimmt zu

23.04.2020 - Das FTTH Council Europe hat heute sein Marktpanorama 2020 vorgestellt, das aktuelle Zahlen1 zum Glasfaserausbau in Europa liefert. Kees de Waard, Präsident des FTTH Council Europe, kommentiert: "Die Daten bestätigen den Trend, dass sich der Glasfaserausbau in Europa immer stärker beschleunigt."

Die Gesamtzahl der verfügbaren FTTB/H-Anschlüsse (Homes passed) in den EU39-Ländern2 betrug im September 2019 172 Millionen, verglichen mit 160 Millionen im Jahr 2018. Das entspricht einer Abdeckung von knapp 50 Prozent, 2018 waren es 46,4 Prozent. Die Wachstumsrate betrug 7,5 Prozent und ist damit in etwa gleich geblieben wie im Vorjahr (7,4 Prozent).

Die höchsten Wachstumsraten wiesen dabei Belgien (+ 307 Prozent), Irland (+70,4 Prozent), die Schweiz (+ 69,1 Prozent), Großbritannien (+ 50,8 Prozent) und Deutschland (33,5 Prozent) auf.

Die Anzahl der Kunden, die einen Anschluss gebucht haben (Homes connected), nahm um 18 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent) zu und beträgt nun 70,4 Millionen. Die Take-up-Rate erhöhte sich auf 40,9 Prozent, im Vorjahr betrug sie 37,4 Prozent.

Incumbentes setzen verstärkt auf Glasfaser

Die FTTH-Architektur überwiegt gegenüber FTTB (60 Prozent zu 40 Prozent). Alternative Internet-Serviceprovider tragen rund 56 Prozent zum Glasfaserausbau bei. 41 Prozent der Homes passed besitzen einen Anschluss von Incumbents. Das FTTH Council geht davon aus, dass diese Zahl steigen wird, da viele der großen Anbieter ihre Strategie geändert hätten und den Umstieg von kupfer- und kabelbasierten Anschlüssen auf Glasfaser intensivierten.

Starker Zuwachs bei FTTB/H-Kunden in Deutschland

Das Marktpanorama wirft einen genaueren Blick auf Deutschland, wo die diesjährige FTTH Conference stattfinden soll. Auf dem deutschen Breitbandmarkt macht FTTB/H derzeit 7 Prozent aller Breitbandverbindungen aus. Der Festnetz-Breitbandmarkt wird weiterhin weitgehend von kupferbasierten Technologien (52 Prozent) und kabelbasierten Diensten dominiert.

Im September 2019 verfügten in Deutschland mehr als 4,1 Millionen Haushalte (entspricht etwa 10 Prozent) über einen Zugang zu FTTB/H-Anschlüssen und es gab 1,35 Millionen FTTB/H-Abonnenten. Obwohl Deutschland im europäischen Ranking mit einer Penetrationsrate von 3,3 Prozent weiterhin weit unten steht, gab es dennoch im Vergleich zum Vorjahr einen starken Zuwachs beim Zugang zu FTTB/H-Anschlüssen um 34 Prozent (verglichen mit 15 Prozent im letzten Jahr), die Anzahl der der Kunden stieg um 42 Prozent (im Vergleich zu 18 Prozent 2018).

Die Präsentation zum Marktpanorama vom 23. April 2020 finden Sie in englischer Sprache auf der Website des FTTH Councils.

Die FTTB/H-Marktprognosen für 2021 und 2026 sollen auf der FTTH-Konferenz 2020 in Berlin vorgestellt werden, die auf den 1. bis 3. Dezember verschoben wurde.


1 Die absoluten Zahlen beziehen sich auf September 2019, die Wachstumsraten auf den Zeitraum zwischen September 2018 und 2019. Mit dem „Vorjahr“ ist immer das Wachstum zwischen September 2017 und 2018 gemeint.

2 Zu den EU39-Staaten gehören Andorra, Österreich, Weißrussland, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Irland, Israel, Italien, Kasachstan, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei, Ukraine und Vereinigtes Königreich.

 

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