ANZEIGE

24 Millionen gigabitfähige Anschlüsse bis Mitte des Jahres erwartet

29.04.2020 - Bis zum Ende des ersten Halbjahrs wird die Anzahl der gigabitfähigen Anschlüsse in Deutschland rund 24 Millionen betragen. Das sind rund 5,5 Millionen oder fast ein Drittel mehr als Ende 2019. So lauten die Prognosen der 2. Gigabit-Studie1, die Dialog Consult und VATM heute vorgestellt haben.

Die meisten Highspeed-Anschlüsse entstehen auf HFC-Basis

Die meisten neuen Gigabit-Anschlüsse entstehen laut Studie auf Basis der HFC-Breitbandkabel-Infrastruktur, schnell und ohne viel Tiefbau. Ihre Zahl soll im ersten Halbjahr um mehr als ein Drittel auf 19,25 Millionen Anschlüsse steigen. Dazu sollen im gleichen Zeitraum 600.000 FTTB/H-Anschlüsse dazukommen – insgesamt wären es dann 4,75 Millionen. 92 Prozent (22,2 Millionen) dieser Highspeed-Anschlüsse werden in Deutschland von den Wettbewerbern, 8 Prozent von der Telekom zur Verfügung gestellt.

5,5 Millionen FTTH/B-Anschlüsse bis Jahresende?

Auch im europäischen Vergleich geht es für Deutschland nach oben: Bei FTTH/B (Homes passed) ist Deutschland laut neuester Zahlen des FTTH Council Europe zu 2019 unter den Top 5 der am schnellsten wachsenden Märkte der EU 28. "Das Wachstum bei diesen Anschlüssen wird weiter zunehmen. Unter der Annahme, dass Bautätigkeiten durch die aktuelle Pandemie nicht weiter eingeschränkt werden müssen, erwarten wir über 5,5 Millionen Anschlüsse zum Jahresende", so Prof. Dr. Torsten J. Gerpott, wissenschaftlicher Beirat der Unternehmensberatung DIALOG CONSULT und Inhaber des Lehrstuhls für TK-Wirtschaft an der Universität Duisburg-Essen.

"Digitalisierung und Gigabit-Ausbau sind so wichtig wie noch nie – das haben die vergangenen Wochen in der Corona-Krise sehr deutlich gezeigt. Wir sollten daraus lernen und nicht nur den Breitbandausbau, sondern auch die Digitalisierung in Deutschland in den verschiedenen Bereichen konsequent weiter vorantreiben", so VATM-Präsident Martin Witt.

Die Studie geht davon aus, das von den verfügbaren 24 Millionen Anschlüssen rund 6 Millionen von den Kunden auch genutzt werden (Take-up-Rate), das entspricht einer Quote von 25,8 Prozent. Diese soll bei den FTTH/B-Anschlüssen 34,7 Prozent, bei den HFC-Anschlüssen 22, 8 Prozent betragen.

Die Studie kann von der VATM-Website heruntergeladen werden.


1 Als verfügbar werden Anschlüsse eingestuft, bei denen das Kabel (Coax oder Glasfaser) (a) leicht erreichbar hausbezogen in der Straße liegt oder (b) bis zum Gebäudekeller oder (c) bis in die Wohnung reicht – unabhängig davon, ob Carrier für diesen Anschluss mit Endkunden einen Vertrag abgeschlossen haben (verfügbare aktive Anschlüsse) oder nicht (verfügbare nicht aktive Anschlüsse).

Die Analyse beruht auf einer schriftlichen Befragung von VATM-Mitgliedsunternehmen im Zeitraum Februar bis März 2020 sowie einer Auswertung von Unternehmenspublikationen und öffentlich zugänglichen Studien zu Glasfaseranschlüssen der nächsten Generation (z. B. FTTH Council Europe, Bundesnetzagentur).


 

Weitere Webseiten