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Neue "Deutsche Glasfaser Unternehmensgruppe" geht an den Start

19.05.2020 - Die neue "Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser", bestehend aus den beiden Glasfaser-Netzbetreibern Deutsche Glasfaser und inexio, hat ihren offiziellen Start bekannt gegeben, nachdem die Wettbewerbsbehörden die Genehmigung dazu erteilt haben. Die Unternehmensgruppe plant, über 6 Millionen FTTH-Anschlüsse für Privathaushalte, Unternehmen und staatliche Einrichtungen zu schaffen. Dafür sollen in den kommenden Jahren vorerst 7 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau investiert werden.

Die Infrastruktur-Investoren EQT und OMERS hatten im Februar die Deutsche Glasfaser von den bisherigen Investoren übernommen. Das Unternehmen wurde mit dem saarländischen Netzbetreiber inexio zusammengeführt, der bereits im Herbst 2019 von EQT gekauft worden war.

Ausbau in weißen und grauen Flecken und Open Access

Der Schwerpunkt beim Ausbau soll auf den unterversorgten weißen und grauen Flecken vor allem im ländlichen Deutschland liegen. David Zimmer, Geschäftsführer von inexio, sagt: "Wir wollen die Schlagkraft beim privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau insgesamt massiv erhöhen. Wir setzen dabei insbesondere auf Open-Access-Partnerschaften."

Die Branchenverbände BREKO und VATM begrüßen den Start der neuen Unternehmensgruppe. Der BREKO wertet dies als starkes Zeichen für die Leistungsfähigkeit des eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus in Deutschland. VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner hebt hervor: "Die Unternehmensgruppe möchte den größten Teil der heute noch nicht mit Gigabit-Anschlüssen versorgten Gebiete in Deutschland mit FTTH anschließen. Besonders wichtig: Die Investoren haben verstanden, dass es ökonomisch sinnvoll ist, sich auf die un(ter)versorgten weißen und grauen Flecken in den ländlichen Bereich zu konzentrieren. Also dort zu bauen, wo der Bedarf und die Nachfrage am größten sind. In Zeiten, in denen Kommunen durch die Corona-Krise auch eine finanzielle Krise erleben, steigt die Bedeutung des privatwirtschaftlichen Ausbau noch einmal deutlich."
 

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