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Telekom-Vorstandsvorsitzender Höttges betonte auf der Hauptversammlung, dass beim Festnetzausbau FTTH Priorität bei der Telekom habe (Foto: Deutsche Telekom)

Telekom-CEO Timotheus Höttges: "Bis 2030 hat jeder Haushalt in Deutschland einen Glasfaseranschluss"

19.09.2020 - Auf der Hauptversammlung der Deutschen Telekom, die heute virtuell stattfand, nannte Vorstandsvorsitzender Tim Höttges als Ziele für die Zukunft die Marktführerschaft bei 5G und die Führungsposition auf dem Mobilfunkmarkt in den USA. Für das Festnetz erklärte er: "Wir werden das Glasfaserunternehmen Nummer eins in Deutschland und Europa. Wir werden dabei helfen, Europa zu digitalisieren."

Wandel sei in der Geschichte der Telekom ein ständiger Begleiter gewesen. "Den Wandel gestalten. Das hat uns stark gemacht." Höttges nannte viele Beispiele für die Veränderungen der vergangenen 25 Jahre. "Früher war die Telekom vor allem Festnetzanbieter. Heute bieten wir Festnetz, Mobilfunk und Fernsehen aus einer Hand. Früher war die Telekom analog. Heute sind wir digital. Früher war die Deutsche Telekom ein rein deutsches Unternehmen. Heute sind wir international."

"Nun steht FTTH auf dem Programm"

Im deutschen Festnetz blickte Höttges auf den erfolgreichen Ausbau von FTTC/Vectoring zurück. Das Netz sei in der Krise stabil gewesen und habe sich bewährt. Nun stehe FTTH auf dem Programm. „Mein Ziel ist: Bis 2030 hat jeder Haushalt in Deutschland einen Glasfaseranschluss. Das erfordert zweistellige Milliarden-Investitionen für Deutschland. Ein Teil von uns. Aber auch von den Wettbewerbern."

Gesellschaftliche Verantwortung und Klimaschutz

Zum Thema gesellschaftliche Verantwortung stellte Höttges zudem klar, dass die Telekom für alle da sei, niemanden ausschließe. "Wir verbinden Menschen. Wir trennen sie nicht. Rassismus, Sexismus, Diskriminierung, Hass und Hetze haben keinen Platz bei uns. Wir arbeiten dafür, dass bei uns alle die gleiche Chance haben. Egal, welche Herkunft. Egal, welches Geschlecht. Egal, welche Hautfarbe." Noch aber seien "die Vorurteile in den Köpfen" nicht verschwunden. Insofern müsste der Wandel weitergehen.

Ein weiteres Beispiel für Verantwortung sei der Klimaschutz. "Seit diesem Jahr surfen alle Telekom-Kunden in Deutschland im grünen Netz. Der notwendige Strom stammt zu 100 Prozent aus Erneuerbaren. Ab dem kommenden Jahr soll das für den Energieverbrauch konzernweit gelten." Zudem hat die Telekom die Initiative "We care for our planet" gegründet. Ein Ziel sei die Vermeidung von Plastik und Verpackungsmüll. So werde die MagentaTV Box künftig aus recyceltem Plastik produziert.

Höttges bestätigte trotz der Pandemie die Wachstumsziele des Konzerns. "Natürlich leiden auch wir. Unter Forderungsausfällen. Fehlenden Roaming-Umsätzen. Und geschlossenen Shops. Aber wir trauen uns zu, diese Rückschläge auszugleichen. Denn vieles wird momentan digital. Und darin liegen für uns auch Chancen."
 

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