Swisscom ändert Kooperationsverträge
Swisscom und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich ewz haben sich auf den weiteren gemeinsamen Ausbau des Zürcher Glasfasernetzes geeinigt. Dazu wurde der Kooperationsvertrag in wesentlichen Punkten neu verhandelt. Die Streichungen und Anpassungen einzelner Klauseln wurden nach dem negativen Entscheid der Wettbewerbskommission (Weko) zur Glasfaserkooperation notwendig. Der Gemeinderat und die Stimmberechtigten der Stadt Zürich werden in den kommenden Monaten über das weitere Vorgehen abstimmen. Sowohl der Investitionsschutz als auch die Layer1-Exklusivität wurden vollständig gestrichen. ewz und Swisscom bieten beide künftig die sogenannte passive, unbeleuchtete Glasfaser (Layer1) an und folgen damit einer wesentlichen Forderung der Weko. Gleichzeitig wurde der Ausgleichzahlungsmechanismus präzisiert. Swisscom investiert rund CHF 300 Mio. in den Glasfaserausbau der Stadt Zürich, der im Sommer 2012 abgeschlossen sein soll. Ähnliche Vertragsanpassungen wurden zwischen Swisscom und Stadtwerken in Basel, Bern und Luzern vereinbart. Die Anpassungen wurden notwendig, da der Schlussbericht des Sekretariats der Weko im September 2011 wichtige Bestandteile des Kooperationsmodells in Frage stellte.
Wolfgang Posewang 24.01.2012

