
Start des Internetknoten Ruhr-CIX
08.09.2020 - Der erste Internetknoten Deutschlands, der durch den Zusammenschluss dreier regionaler Netzbetreiber und einem globalen Internetknotenbetreiber realisiert wurde, startet mit Ruhr-CIX (Ruhr-Commercial Internet Exchange) powered by DE-CIX. Über einen Hochgeschwindigkeits-Ring aus Glasfaser werden die Ruhrgebietsstädte Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen Ende diesen Jahres miteinander verbunden sein. Der technische Betrieb wird vom Frankfurter Internetknotenbetreiber DE-CIX sichergestellt. Der Ruhr-CIX ist in den Rechenzentren der regionalen Telekommunikationsdienstleister DOKOM21 aus Dortmund, der Gelsenkirchener GELSEN-NET und der Bochumer TMR beheimatet.
Global vernetzt, lokal gesichert
Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer des deutschen Glasfaserverbands BREKO sagt: "Zukünftig dürfen wir uns nicht mehr allein darauf verlassen, den Datenverkehr über außereuropäische Clouds abzuwickeln. Gerade für die Wirtschaft brauchen wir in Deutschland sichere und stabile Lösungen. Genau das stellen wir mit dem Ruhr-CIX sicher. Einerseits ermöglicht der regionale Internetknoten Verbindungen zu internationalen Clouds weltweit – gleichzeitig erfüllt er über regionale Netzstrukturen und lokale Rechenzentren höchste Sicherheitsanforderungen. Der neue Trend in Sachen Internetverbindung heißt Glokalisierung: Global vernetzt, aber lokal gesichert."
Ruhr-CIX verbessert Internetqualität in der Region
Glasfasernetze als Basis
Das alles funktioniert nur auf Basis leistungsfähiger Glasfasernetze. Darum freut sich BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers über die Kooperation zwischen BREKO und DE-CIX: "Mit dem inzwischen in Deutschland schnell voranschreitenden Glasfaserausbau schaffen wir die Infrastruktur für die Dezentralisierung und Regionalisierung der DE-CIX-Standorte. Im Projekt Ruhr-CIX zeigt sich die Stärke und der Vorteil regionaler Glasfaserstrukturen. Hier kristallisiert sich der, bisweilen als Flickenteppich kritisierte, regionale Glasfaserausbau das genaue Gegenteil heraus, nämlich als regionale Stärke." Weitere regionale Projekte würden jetzt in Angriff genommen.
Claudia Boss-Teichmann 09.09.2020

