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BREKO Fiberweek20 eröffnet: Hohe Marktdynamik beim Glasfaserausbau

12.10.2020 - Die Fiberweek20 ist heute gestartet. BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers sagte zur Eröffnung der digitalen Kongressmesse: "Wir müssen diese Formate weiterentwickeln. Herzlichen Dank an unsere Aussteller und Sponsoren für die Unterstützung. Ich bin gespannt und neugierig, wie sich die nächsten fünf Tage entwickeln."

Hohe Marktdynamik beim Glasfaserausbau

In seiner Eröffnungs-Keynote ging Prof. Dr. Jens Böcker, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, auf die Ergebnisse der BREKO Marktanalyse 2020 ein: 13,5 Prozent der Haushalte haben 2019 einen Zugang zu einem Glasfaseranschluss (FTTH/B). Dies sei eine sehr gute Zahl: "Sie zeigt, dass etwas passiert im Markt. Jetzt gehen wir auf die Überholspur." Die Betrachtung des Zuwachses der unterschiedlichen Technologien ¬ Kupfer, Kabel, Glasfaser – an den verfügbaren Breitbandanschlüssen (größer als 50 Mbit/s) zeige: Das mit Abstand größte Wachstum sei bei den FTTB/H-Anschlüssen zu verzeichnen.

Im anschließenden Interview kommentierte Albers die Zahlen: Die wichtigste Botschaft sei: "Der Glasfaser-Ausbau geht schnell voran. Bei der Geschwindigkeit des Wachstums in Deutschland im europäischen Vergleich auf Platz 5 gekommen."

Norbert Westphal, Präsident des BREKO und Vorsitzender der Geschäftsführung EWE TEL sagte: "Wir müssen nicht befürchten, dass das Glasfasernetz durch ein 5G-Netz subsituiert wird, wie es noch vor wenigen Jahren diskutiert wurde."

Förderung richtig dosieren

Ein wichtiges Ergebnis der Studie sei auch, dass der größte Teil des Ausbaus eigenwirtschaftlich durchgeführt werde. Doch auch der geförderte Ausbau sei nach wie vor wichtig, um die weißen Flecken zu schließen. Der BREKO setzte sich für bessere Rahmenbedingungen ein: "One-Stop-Shop bei Genehmigungsverfahren, nur ein Ansprechpartner pro Kommune" sind einige der Forderungen, so Westphal.

Beide betonten, dass es bei der Grauen-Flecken-Förderung ab 2023 darauf ankäme, nicht zu überfördern, damit nicht wegen der durch Fördergelder gesteigerten Nachfrage das Angebot an Tiefbaukapazitäten nicht mehr ausreiche. Die Förderung müsse zeitlich gestreckt werden.

Und: Der Ausbau scheitere nicht mehr am Geld, sagte Albers. Es drängten immer mehr Investoren auf den Markt, als Beispiel nannte der die 2020 in Hamburg gegründete Deutsche Giganetz GmbH. Diese wird von InfraRed Capital Partners, einem global tätigen Investor finanziert (Ergänzung der Redaktion). Umso wichtiger sei eine gute Dosierung der Förderung, damit Raum für eigenwirtschaftlichen Ausbau bleibe.

Gestiegene Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen

Erfreulich bewerteten Albers und Westphal die gestiegene Nachfrage von Kunden nach echten Glasfaseranschlüssen und höheren Bandbreiten und zwar nicht erst seit Corona. „Das ist kein Strohfeuer“, sondern ein Trend, der schon in den letzten Jahren erkennbar gewesen sei, so Albers.

Zur anstehenden Novellierung des Telekommunikationsgesetzes und konkret zum Thema der Regulierung sagte Westphal: "Wir brauchen eine gute Glasfaer-Regulierung. Die nur dann greift, wenn der Ausbauer keinen Open Access anbietet." Primäres Interesse müssten zwischen den Kooperationspartnern vereinbarte bi- oder multilaterale Einigungen, faire und diskriminierungsfreie Deals sein.

Die Fiberweek 20, die virtuelle Kongressmesse des Glasfaserverbands BREKO e.V., bietet vom 12. bis 15. Oktober ein Kongress, Seminar- und Workshopprogramm an, dazu ganztägig Networking und Besuch der Ausstellung.

 

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