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Gewinnsprung bei Kabel Deutschland

Die Kabel Deutschland Holding AG (KDH) hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 ihr Netto-Ergebnis deutlich gesteigert. So betrug der Gewinn nach Steuern 127 Mio. Euro (Vorjahr 45 Mio. Euro), was einem Ergebnis je Aktie von 1,43 Euro (Vorjahr 0,50 Euro) entspricht. Der Vorstandsvorsitzende Adrian v. Hammerstein zeigt sich mit den heute vorgelegten Zahlen zufrieden: „Wir sind mit gutem Wachstum ins neue Geschäftsjahr gestartet, weil wir von einer steigenden Nachfrage nach unseren schnellen Breitbandverbindungen und attraktiven Premium TV-Produkten profitieren.“

Der Umsatz des Unternehmens stieg im ersten Halbjahr um 8,0 Prozent auf 897 Mio. Euro (Vorjahr 830 Mio. Euro). Im Vorjahreszeitraum lag das Umsatzplus noch bei 5,6 Prozent. Das Unternehmen hat im Berichtshalbjahr insgesamt 231 Mio. Euro (Vorjahr 178 Mio. Euro) in den weiteren Ausbau seines Kabelnetzes und in die Kundengewinnung investiert.

Die Zahl der Abonnements stieg zum 30. September 2012 gegenüber Vorjahr um 820.000 auf insgesamt 13,9 Millionen (Vorjahr 13,0 Millionen). Dabei erhöhten sich die Abonnements für die Neuen Dienste, bestehend aus Premium TV, Internet und Telefon, in den zwölf Monaten bis zum 30. September 2012 um eine Million und machten mit insgesamt 5,2 Millionen Abonnements bereits mehr als ein Drittel aller Abonnements bei Kabel Deutschland aus. Am 30. September 2012 unterhielt der Kabelnetzbetreiber insgesamt 8,5 Millionen Kundenbeziehungen (Vorjahr 8,7 Millionen). Die Zahl der direkten Kunden, die entweder als Endkunde oder über die Wohnungswirtschaft versorgt wurden, stieg gegenüber dem Vorjahr um 60.000 und belief sich auf nahezu 7,6 Millionen. Der Rückgang bei der Gesamtkundenzahl ist auf die gesunkene Zahl der indirekten Kabelanschlusskunden zurückzuführen, die über andere Netzbetreiber mit dem Signal von Kabel Deutschland versorgt werden.

Von den rund 15,3 Millionen im Netz von Kabel Deutschland anschließbaren Haushalten waren am 30. September 2012 insgesamt 13,1 Millionen oder 85 Prozent für Internet- und Telefonnutzung aufgerüstet. Bereits mehr als zehn Millionen dieser Haushalte können mit dem Internetstandard DOCSIS 3.0 versorgt werden, der Hochgeschwindigkeits-Internet mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s ermöglicht. Die Zahl der Internet- und Telefon-Abonnements erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 550.000 auf 3,3 Millionen am 30. September 2012 (Vorjahr 2,8 Millionen). Diese Abonnements wurden von 1,8 Millionen Kunden (Vorjahr 1,5 Millionen) gebucht. Neben den Breitbandprodukten trugen die Premium TV-Angebote (Pay TV und digitale Videorekorder) maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei: Im Vergleich zum Vorjahr konnte Kabel Deutschland die Zahl ihrer Premium TV-Abonnements um 448.000steigern und verzeichnete am 30. September 2012 rund 1,9 Millionen Premium TV Abonnements. In dieser Zahl sind die 859.000Privat HD-Abonnements (Private TV-Sender in HD-Qualität, die seit Oktober 2011 buchbar sind) nicht enthalten.

Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde erhöhte sich im 1. Halbjahr um 1,43 Euro auf 15,55 Euro. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2012/13 betrug der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde sogar bereits 15,72 Euro (Vorjahr 14,25 Euro). Ein Kunde abonniert im Durchschnitt 1,63 Produkte des Unternehmens. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,50 Produkte.
In den zurückliegenden zwölf Monaten zum 30. September 2012 hat Kabel Deutschland ihre Netto-Finanzverbindlichkeiten um 91 Mio. Euro auf 2.762 Mio. Euro reduziert. Diese Summe entspricht einem Verschuldungsgrad des 3,3fachen EBITDA der vergangenen vier Quartale. Damit liegt das Unternehmen im angestrebten Verschuldungs-Korridor zwischen dem 3,0 und 3,5fachen EBITDA. Im Vorjahr, am 30. September 2011, betrug der Verschuldungsgrad noch das 3,7fache des EBITDA. Kabel Deutschland verfügte am 30. September 2012 über Zahlungsmittel in Höhe von 662 Mio. Euro. Dieser hohe Barmittelbestand hängt im Wesentlichen mit den Finanzierungsaktivitäten im Zusammenhang mit der Kaufpreisfinanzierung für die geplante Tele Columbus-Akquisition zusammen.

Um den steigenden Ansprüchen an einen guten Kundenservice Rechnung zu tragen, hat Kabel Deutschland mit Wirkung zum 1. November 2012 ihre Bereiche für Kunden- und technischen Service in einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft gebündelt. Die „Kabel Deutschland Kundenbetreuung GmbH“ (KDK) beschäftigt rund 1.300 Mitarbeiter insbesondere in Berlin, Bonn, Erfurt und Halle/Leipzig. Rund 600 Mitarbeiter der KDK waren bisher als Zeitarbeitskräfte für Kabel Deutschland tätig und wurden im Zuge der Neustrukturierung der Service-Bereiche als Festangestellte von der KDK übernommen. Damit hat sich die Mitarbeiterzahl der Gruppe zum 1. November 2012 von bisher 2.900 auf rund 3.500 erhöht.
 

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