7. IT-Gipfel: EU gefährdet Breitbandentwicklung
Die deutschen Kabelnetzbetreiber investieren seit Jahren 20 Prozent und mehr ihrer Umsätze in den Ausbau ihrer Netze für schnelles Internet. Dazu Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Unsere Mitgliedsunternehmen haben bei Breitbandinternet die Nase vorn: Mit 4,2 Millionen Internetkunden haben wir aktuell einen Marktanteil von rund 15 Prozent; drei von vier Breitbandneukunden entscheiden sich für Kabelinternet.“ Das europäische Ziel einer Marktdurchdringung mit schnellem Internet lässt sich ohne das Kabel nicht verwirklichen: Kabelnetzbetreiber stellen nicht nur Anschlüsse mit 100 MBit/s und mehr für aktuell rund 60 Prozent der deutschen Haushalte zur Verfügung. Eine kürzliche Umfrage unter den ANGA-Mitgliedsunternehmen zeigt, dass über die Hälfte der Kunden Zugänge mit über 30 MBit/s bucht, mehr als 10 Prozent buchen sogar 50 MBit/s und mehr. Hier ist ein deutlicher Trend zu erkennen, da diese Buchungsrate ein halbes Jahr zuvor noch bei 6,6 Prozent lag.
Anlässlich des 7. Nationalen IT-Gipfels fordert die deutsche Kabelbranche einen kritischen Blick auf aktuelle EU-Aktivitäten. Aktuelle Vorschläge der EU-Kommission stellen ein Risiko für die weitere Umsetzung von Breitbandstrategie und Digitaler Agenda dar Im Rahmen der Überarbeitung ihrer Leitlinien für Beihilfen zum Breitbandausbau hat die EU-Kommission angekündigt, künftig einen Schwerpunkt auf den Ausbau von Glasfasernetzen bis in die Gebäude zu legen. Diese Förderpolitik diskriminiert glasfaserbasierte Netze wie z.B. die HFC-Netze der Kabelnetzbetreiber, die für den Zugang in die Häuser Kupferkabel nutzen – obwohl sie als sog. NGA-Netze schnelles Internet zu vielen Endkunden bringen und damit wesentlich zur Umsetzung der Breitbandstrategie der Bundesregierung beitragen. Schlimmstenfalls kann diese Entwicklung dazu führen, dass HFC-Netze mit Hilfe von Fördergeldern überbaut werden: Dieses Ergebnis entwertet bestehende NGA-Netze und stellt ein Hemmnis für weitere Investitionen dar.
Anlässlich des 7. Nationalen IT-Gipfels fordert die deutsche Kabelbranche einen kritischen Blick auf aktuelle EU-Aktivitäten. Aktuelle Vorschläge der EU-Kommission stellen ein Risiko für die weitere Umsetzung von Breitbandstrategie und Digitaler Agenda dar Im Rahmen der Überarbeitung ihrer Leitlinien für Beihilfen zum Breitbandausbau hat die EU-Kommission angekündigt, künftig einen Schwerpunkt auf den Ausbau von Glasfasernetzen bis in die Gebäude zu legen. Diese Förderpolitik diskriminiert glasfaserbasierte Netze wie z.B. die HFC-Netze der Kabelnetzbetreiber, die für den Zugang in die Häuser Kupferkabel nutzen – obwohl sie als sog. NGA-Netze schnelles Internet zu vielen Endkunden bringen und damit wesentlich zur Umsetzung der Breitbandstrategie der Bundesregierung beitragen. Schlimmstenfalls kann diese Entwicklung dazu führen, dass HFC-Netze mit Hilfe von Fördergeldern überbaut werden: Dieses Ergebnis entwertet bestehende NGA-Netze und stellt ein Hemmnis für weitere Investitionen dar.
Wolfgang Posewang 16.11.2012

