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BUGLAS: Über eine Millionen superschneller Internetanschlüsse

Die im Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) organisierten Carrier schließen in diesem Jahr fast eine weitere Viertelmillion Haushalte in Deutschland direkt über Glasfaser bis in die Gebäude beziehungsweise in die Haushalte an das superschnelle Internet an. Die Fiber to the Building/Home (FttB/H)-Anschlüsse ermöglichen Bandbreiten von über 100 Megabit bis zu einem Gigabit pro Sekunde und stellen nach Ansicht aller Fachleute die einzige zukunftsorientierte Telekommunikationsinfrastruktur dar. Die Zahl der von BUGLAS-Unternehmen bereitgestellten Glasfaseranschlüsse übersteigt damit in diesem Jahr erstmals die Millionenmarke. Diese Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter den im Verband vertretenen Unternehmen stellte BUGLAS-Präsident Dr. Hans Konle anlässlich der Eröffnung des Jahreskongresses des Glasfaserverbands am 27./28. November in Bonn vor.

„Diese Zahlen zeigen ganz klar, dass der Wettbewerb den Breitbandausbau in Deutschland wirklich vorantreibt“, sagte Konle. Irritiert zeigte sich der BUGLAS-Präsident in diesem Zusammenhang über die Deutsche Telekom. Der Incumbent habe seiner Ankündigung, vier Millionen Haushalte mit FttH anschließen zu wollen, bislang keinerlei Taten folgen lassen. Stattdessen versuche die Telekom nun, mit ihrem Vectoring-Vorstoß neue Monopole auf dem alten Kupfernetz zu errichten. „Der Telekom das alleinige Nutzungsrecht für Vectoring einzuräumen und gleichzeitig investierende und investitionsbereite Wettbewerber aus den Kabelverzweigern zu werfen würde nicht nur die Erreichung der Breitbandziele der Bundesregierung unmöglich machen. Auch die bereits getätigten Investitionen der Wettbewerber würden komplett entwertet. Regulierungsferien für immer darf es daher nicht geben“, erteilte der BUGLAS-Präsident den Plänen der Telekom eine klare Absage.

Rund 200 Teilnehmer diskutierten auf dem BUGLAS-Jahreskongress unter dem Motto „Glasfaserausbau, aber richtig! Aus der Praxis für die Praxis“ über die Themen Finanzierung des Netzausbaus, Netzplanung, Tiefbau und Wertschöpfung auf FttB/H-Netzen sowie über den Zusammenhang von Energiewende und Breitbandausbau und neue Applikationen in Breitbandnetzen. In seinem Eröffnungsvortrag hatte Bundesnetzagentur-Präsident Jochen Homann auf die Herausforderung hingewiesen, beim Breitbandausbau die volkswirtschaftliche Notwendigkeit und die einzelwirtschaftlichen Möglichkeiten übereinander zu bringen. Die abendliche BUGLAS Fiber Night eröffnete Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, mit einer Keynote. Weitere Highlights am zweiten Kongresstag waren der Vortrag „Von alten zu neuen Monopolen?“ des Vorsitzenden der Monopolkommission, Professor Dr. Daniel Zimmer, und der Experten-Talk „BUGLAS fragt, die EU-Kommission antwortet“ mit Anthony Whelan, dem Kabinettschef von EU-Kommissarin Neelie Kroes, und dem Brüsseler Verbindungsanwalt des BUGLAS, Dr. Alexander Benczek.
 

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