
NetCologne will weiterhin in Glasfaserausbau investieren
30.11.2020 - Der Kölner Citycarrier NetCologne erklärte als Reaktion auf den Strategiewechsel von Vodafone beim Glasfaserausbau, auch weiterhin in flächendeckende Glasfaserinfrastruktur zu investieren. Vom Aufsichtsrat seien dafür in der letzten Novemberwoche Investitionsmittel im dreistelligen Millionenbereich beschlossen worden. Auch beim Erschließen der „Weißen Flecken“ engagiert sich das Unternehmen weiterhin und wirbt um Fördermittel. Erschwert würden die Bemühungen von NetCologne und anderen Anbietern durch die Querfinanzierung des angekündigten Glasfaserausbaus der Telekom durch eine Erhöhung der Preise zur Nutzung des Kupfernetzes.
"Ein schneller Gewinn ist mit dem Bau von Glasfaser nicht zu machen, eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur ist jedoch die digitale Lebensader der Gesellschaft und diese werden wir auch in Zukunft weiter ausbauen. Für die Kölnerinnen und Kölner und für die Region", so NetCologne Geschäftsführer Timo von Lepel.
Kritik an Preiserhöhung der Telekom
Neben dem eigenen Glasfasernetz nutzt NetCologne insbesondere bei der FttC-Technik (Fiber-to-the-Curb) und in Gebieten, in denen noch nicht ausgebaut wurde, auch das Kupfernetz der Telekom. Hier wird die eigene Glasfaser bis zum Hauptverteiler verlegt, die "letzte Meile" setzt dann auf bereits genutzte Kupferkabel, die von der Telekom angemietet werden. Im vergangenen Jahr seien die Preise dafür schon deutlich erhöht worden, so NetCologne. Außerdem habe die Telekom aktuell noch höhere Entgelte für die Bitstrom-Vorleistungen auf Basis des alten Kupfernetzes beantragt. Dadurch werde der geplante Glasfaserausbau der Telekom mit den Erträgen aus dem Kupfernetz finanziert und die Marktmacht aus dem Kupfer- ins Glasfasernetz übertragen. Eine Praktik, die es NetCologne und anderen regionalen Anbietern erschwere, einen fairen und ausgeglichenen Wettbewerb aufrecht zu erhalten.
Claudia Boss-Teichmann 30.11.2020

