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Netzetag 2020: (v. l.) Telekom Vorstände Claudia Nemat, Srini Gopalan und CEO Tim Höttges (Foto: Deutsche Telekom)

Telekom will bei Glasfaser- und 5G-Ausbau mehr Tempo machen

08.12.2020 - "Wir werden jetzt deutlich beim FTTH-Ausbau an Fahrt aufnehmen". Das kündigte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, beim Netzetag des Unternehmens an. In diesem Jahr seien für rund 600.000 Haushalte die Möglichkeit geschaffen worden, Glasfaseranschlüsse zu nutzen (Homes passed). Insgesamt bietet die Telekom jetzt zwei Millionen Haushalten einen FTTH-Anschluss an. Rund zwei Millionen weitere sollen ab 2021 im Schnitt jährlich dazukommen. Dazu kämen noch die Anschlüsse, die Partnerunternehmen wie EWE TEL bereitstellen würden. Bis 2030 will der Bonner Konzern allen Haushalten in Deutschland einen Zugang zum Glasfasernetz bieten.

Möglich würde das, da die IP-Umstellung sowie der Vectoring- und Super-Vectoring-Ausbau abgeschlossen seien. Die dadurch frei werdenden Mittel würden ausschließlich in den FTTH- und 5G-Ausbau fließen, so Höttges.

"Setzen viel stärker auf Kooperationen"

"Es braucht aber auch ein klares Bekenntnis des Wettbewerbs zu FTTH. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir gemeinsam bewältigen müssen. Auch wir haben dazu gelernt und setzen sehr viel stärker auf Kooperationen, gerade auch mit lokalen Versorgern", so Höttges weiter.

Auch Srini Gopolan, Deutschland-Vorstand der Telekom, betont die Bedeutung von Kooperationen: "Die Digitalisierung Deutschlands ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft“, sagt Srini Gopalan. „Deshalb müssen wir unsere Kräfte in allen Bereichen bündeln. Wir nutzen alle Formen von Kooperationen und arbeiten bereits erfolgreich mit Partnern zusammen: vom lokalen Stadtnetzbetreiber bis zum Wettbewerber. Nur gemeinsam erreichen wir unser Ziel, Deutschland komplett mit Glasfaser zu versorgen."

UMTS-Standorte bis Mitte 2021 auf 5G umrüsten

Beim 5G-Ausbau kündigte die Telekom ebenfalls einen zügigen weiteren Ausbau an: Im kommenden Jahr sollen 80 Prozent der Menschen in Deutschland mit 5G erreicht werden. Bis 2025 sollen es 99 Prozent sein. Bisher wurden 45.000 Antennen von der Telekom 5G-fähig gemacht. Bei 5G kombiniert die Telekom den Ausbau auf zwei Frequenzbändern: 2,1 GHz kommt in ländlichen Gebiete zum Einsatz 3,5 GHz in Gebieten, wo sich viele Menschen auf kleinem Raum bewegen.

Alle UMTS-Standorte in Deutschland sollen bis Mitte 2021 mit 5G aufgerüstet werden An den wenigen Stellen, wo die Ankerfrequenzen das nicht zulasse, komme LTE. Zudem wird sich die Geschwindigkeit erhöhen. Mit der Abschaltung von UMTS habe die Telekom auf der 2,1 GHz-Frequenz zusätzliches Spektrum zur Verfügung, das dann einen Schub für mehr Speed bringe.

5G kommt laut der Telekom gut bei ihren Kunden an: Jeder zweite Vertrag bzw. Vertragsverlängerung wird aktuell mit einem 5G-Gerät abgeschlossen.
 

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