
Telekom schließt DOCSIS 3.1-Ausbau ab
18.12.2020 - Die Deutsche Telekom hat als erster Anbieter die bundesweite Netzaufrüstung seiner Netzebene 3 auf den Kabelstandard DOCSIS 3.1 (Data Over Cable Service Interface Specification) abgeschlossen, teilte das Unternehmen am 17. Dezember mit.
Im Laufe dieses Jahres habe die Telekom alle ihre deutschlandweiten Technikknoten auf die moderne DOCSIS RPD Technologie (Remote PHY Devices) aufgerüstet und diese Technikkomponenten sehr nahe an die zu versorgenden Wohneinheiten gebracht. Von diesen Technikknoten werden die Bestände der Wohnungswirtschaft über reine Glasfaserstrecken in einer Fiber Deep Architektur als FTTB (Fiber to the Building) versorgt – auf Wunsch der Wohnungsunternehmen auch als FTTH (Fiber to the Home) bis in die Wohnungen. Der Anteil der störungsanfällige koaxialen Netzabschnitte versuche die Telekom, anders als die Wettbewerber, zu klein wie möglich zu halten.
"Der Glasfaserausbau ist alternativlos. Die Modernisierung unseres Kabelnetzes ist aber eine wichtige Ergänzung zum Glasfaserausbau", so Pascal Roux, Leiter Wohnungswirtschaft und Breitbandausbau Geschäftskunden der Telekom. "Als größter Glasfaserausbautreiber in Deutschland und zugleich drittgrößter Kabelnetzbetreiber begleiten wir jedes Wohnungsunternehmen individuell und optimal in die digitale Zukunft. Wenn sich ein Glasfaseranschluss bis in jede Wohnung noch nicht umsetzen lässt, kann das Wohnungsunternehmen darauf zählen, auch im Kabelnetz die modernste Technologie zu erhalten."
Im - allerdings auch weitaus größeren - Kabelnetz des Hauptkonkurrenten Vodafone ist die Umstellung auf DOCSIS 3.1 in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg noch nicht abgeschlossen.
Claudia Boss-Teichmann 18.12.2020

