
Schleswig-Holstein liegt beim Glasfaserausbau weiter vorne
14.01.2020 - Trotz oder vielleicht sogar wegen Corona? Der Glasfaser-Ausbau in Schleswig-Holstein hat seine bundesweite Spitzenposition im vergangenen Jahr gehalten und deutlich ausgebaut. Die Zahl der anschlussfähigen Haushalte konnte in den letzten zwölf Monaten um fast 10 auf 53 Prozent gesteigert werden, wie Wirtschafts- und Technologieminister Dr. Bernd Buchholz nach einem Online-Treffen des Bündnisses für den Glasfaserausbau miteilte. "Und 38 Prozent aller Haushalte haben einen Anschluss bereits gebucht, was mich sicher macht, dass wir unser Ziel erreichen werden, Ende des kommenden Jahres mindestens 62 Prozent aller Haushalte am schnellen Netz zu haben", sagte Buchholz. Der Bundesdurchschnitt liegt aktuell bei rund 11 Prozent.
Weitere 16.200 Kilometer geplant
In Schleswig-Holstein sind laut dem Minister bislang 18.100 Kilometer Glasfaser in Betrieb, weitere 16.200 konkret geplant. Bereits in 724 Gemeinden wurde den Angaben zufolge die Anbindung an ein Glasfasernetz erfolgreich abgeschlossen, in 124 Gemeinden erfolgt aktuell die Errichtung und in 214 Gemeinden die Ausbauplanung. Damit würden 96 Prozent aller Gemeinden im echten Norden vom Glasfaserausbau profitieren. Buchholz: "Das Land stellt 165 Millionen Euro an Fördermitteln bereit, womit der Ausbau in den noch weißen Flecken des Landes bis 2025 ausfinanziert ist."
Telekom nun auch in Kiel aktiv
Als erfreulich bezeichnete es der Minister, dass die Deutsche Telekom inzwischen erkannt habe, dass Kupferkabel nicht die Datenautobahnen von morgen werden. "Zudem ist der Konzern dankenswerterweise nun auch in Kiel aktiv und versorgt eines unserer großen Sorgenkinder in diesem Bereich", so Buchholz. "Denn eine Universitäts- und Landeshauptstadt ist ohne Glasfasertechnologie nicht wirklich zukunftsfähig."
Claudia Boss-Teichmann 14.01.2021

