
M-net und Deutsche Glasfaser starten Kooperation
15.01.2021 – Der bayerische Telekommunikationsanbieter M-net und Deutsche Glasfaser arbeiten künftig beim Glasfaserausbau in Bayerisch-Schwaben und im Münchner Umland zusammen. Im Rahmen der jetzt vereinbarten Kooperation soll ab 2021 zunächst ein Ausbaugebiet von rund 60.000 Haushalten und Gewerbeeinheiten mit einem Glasfaseranschluss bis in die Wohnung oder ins Büro angebunden werden (Fiber-to-the-Home/FTTH), wie die beiden Unternehmen informierten.
Privatwirtschaftlicher Ausbau
Die gemeinsamen Glasfaserprojekte erfolgen privatwirtschaftlich ohne Verwendung von Steuergeldern. Für Kunden und Kommunen fallen laut den Unternehmen dabei keine Kosten an. Voraussetzungen seien lediglich Kooperationsvereinbarungen mit den Kommunen und eine Quote von 40 Prozent an Vertragsabschlüssen der Anwohner innerhalb einer zeitlich begrenzten Vorvermarktungsphase. Die erste Nachfragebündelung soll im Frühjahr 2021 starten.
M-net und Deutsche Glasfaser wollen ihre Kräfte für einen beschleunigten Netzausbau bündeln und ihre Produkte auf demselben Netz anbieten. Daher hätten Interessenten schon im Rahmen der Vorvermarktung die Wahl, sich für einen einen der beiden Anbieter zu entscheiden.
60.000 reine Glasfaseranschlüsse
Der gemeinsame Projektplan von M-net und Deutsche Glasfaser sieht innerhalb von 12 bis 24 Monaten den Ausbau von rund 60.000 reinen Glasfaseranschlüssen vor. Die Glasfaserleitungen sollen durch Deutsche Glasfaser bis in die einzelnen Wohnungen und Büroräume verlegt werden. Anschließend wollen beide Partner das Netz über ihre jeweils eigene, vor Ort in einem gemeinsamen Betriebsraum installierte aktive Technik mit Telefon, Internet- und TV-Diensten betreiben. Eine künftige Erweiterung der Kooperation in zusätzliche Gebiete über die derzeit geplanten Bestände hinaus soll jederzeit möglich sein.
Zukunftsfähige AON-Technologie
Der geplante FTTH-Ausbau durch Deutsche Glasfaser und M-net erfolgt in der AON (Active Optical Network) Architektur, bei der die Glasfaserleitung direkt vom Endkundenanschluss bis in den Betriebsraum geführt wird. Diese soll laut Unternehmensangaben besonders nachhaltig sein. Auf diese Weise könne die Quantennetz-Technologie von M-net durchgängig bis zum Endkunden genutzt werden. Die AON-Technologie soll perspektivisch ein Erweiterungspotenzial bis hin zu Terabit-Geschwindigkeiten für den einzelnen Haushalt bieten, ohne dass dafür ein weiterer Änderungs- und Ausbaubedarf in der Glasfaserkabel-Infrastruktur erforderlich wäre.
Claudia Boss-Teichmann 15.01.2021

