
Tele Columbus und Arte einigen sich über Einspeiseentgelte
16.01.2021 - Die Tele Columbus AG und der europäische Kulturkanal ARTE haben eine umfassende Kooperation vereinbart. Damit legen sie ihren Rechtsstreit zu den Bedingungen der Programmverbreitung in den Netzen der Tele Columbus bei.
Jahrelanger Streit um Einspeiseentgelte
Nach der Einigung von ARTE mit Vodafone im vergangenen Jahr über die sogenannten Einspeiseentgelte erfolgte nun also eine weitere Einigung zwischen dem Kulturkanal und einem großen Netzbetreiber. ARD und ZDF hatten sich bereits 2018 mit Vodafone geeinigt. 2012 hatten ARD und ZDF ihre Verträge mit Kabel Deutschland und Unitymedia, die beide heute zu Vodafone gehören, gekündigt. Sie wollten keine Gebühr mehr an die Kabelnetzbetreiber für die Einspeisung ihrer Programme mehr bezahlen, da diese aufgrund der Must-Carry-Regelung sowieso dazu verpflichtet seien.
Die getroffene Vereinbarung bildet die Grundlage dafür, dass das ARTE-Programm in den Netzen der Tele Columbus Gruppe in sämtlichen verfügbaren Auflösungen zur Verfügung stehen wird. Darüber hinaus sollen die Kunden über die digitale Plattform von Tele Columbus in Zukunft direkten Zugang zur ARTE Mediathek haben.
"Ich freue mich, dass es mit der nun geschlossenen Vereinbarung gelungen ist, eine ausgewogene Grundlage zur Verbreitung der Programme des Kulturkanal ARTE in unseren Netzen zu schaffen", sagt Stefan Riedel, Chief Consumer Officer der Tele Columbus AG zur Übereinkunft.
Claudia Boss-Teichmann 16.01.2021

