FRK
23.01.2021 - "Die Corona-Runde der Ministerpräsidenten und Kanzlerin will entweder von den eigenen Versäumnissen bei der Schaffung einer flächendeckenden Telekommunikationsinfrastruktur ablenken oder bietet einen bedenklichen Hinweis auf die Realitätsferne der Politik." Diesen Schluss zogen die Vorstandsmitglieder des FRK-Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation- in ihrer Sitzung am 21. Januar in Lauchhammer. Dies teilte der Vorsitzende Heinz-Peter Labonte mit.
Gleichzeitig gehörten die Techniker aber nicht zu den Gruppen, die bevorzugt geimpft würden. Für mittelständische Arbeitgeber mit mehr als 50 Arbeitnehmern bedeute der vorgeschriebene Schnelltest mit 40 Euro pro Person eine weitere, unerwartete zusätzliche Belastung. In einem Mitgliedsunternehmen mit 80 Mitarbeitern verursache Heils Vorordnung z.B. einen zusätzlichen wöchentlichen Finanzbedarf von 3.200 Euro bzw. von 166.400 Euro pro Jahr. Diese Zusatzausgaben würden neben dem Risiko für die Außendienstmitarbeiter (Vertrieb und Technik) in keiner Weise bei den Beschlüssen berücksichtigt. Dies gelte auch für den durch die Pandemieeinschränkungen notwendigen zusätzlichen Serviceaufwand.
Der Vorstand empfahl, zukünftig vor der Schaffung solch neuer bürokratischer Monster auch Berater mit praktischen Kenntnissen der realen Gegebenheiten in die für viele Bürger, Unternehmen und Arbeitnehmer alltagsrelevanten Entscheidungen einzubeziehen. "Bei solchen Erfahrungen in der Lebenspraxis wundert es nicht, dass die Glaubwürdigkeit der Politik nicht nur im Zusammenhang mit Corona-Beschlüssen abnimmt," erklärte Labonte abschließend.
Claudia Boss-Teichmann 22.01.2021

