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Fiete Dubberke, Geschäftsführer WestfalenWIND IT (li.) und Stefan Lietsch, Chief Technology Officer bei Zattoo, bei der Inbetriebnahme des Rechenzentrums (Foto: WestfalenWIND IT/Zattoo Europa AG)

Zattoo will mit Betrieb von Rechenzentrum in Windkraftanalge CO2 einsparen

28.01.2021 - Der Streaming-Anbieter Zattoo will gemeinsam mit dem Windparkbetreiber WestfalenWIND Streaming klimaverträglicher machen. Seit heute laufen erste Inhalte von Zattoo über ein Rechenzentrum, das direkt in einer Windkraftanlage errichtet wurde. Soweit bekannt, ist dieses Projekt weltweit einzigartig, sagen Zattoo und WestfalenWIND.

Bei Zattoo werden nach eigenen Angaben im Monat über 80 Millionen Stunden TV-Inhalte gestreamt. Dabei würden täglich zwischen Nutzern und Rechenzentrum mehr als fünf Millionen Gigabyte an Daten ausgetauscht. Das verbrauche alleine bei Zattoo rund eine Million Kilowattstunden Strom pro Jahr, bei deren Produktion in der Regel CO2 anfällt.

"Mit windCORES werden die Windenergieanlagen einer weiteren nachhaltigen Nutzung zugeführt. So können wir den steigenden Energiebedarf durch die zunehmende Digitalisierung mit der Energiewende in Einklang bringen", so Fiete Dubberke, Geschäftsführer IT bei WestfalenWIND.

"Die Idee, Rechenkapazität näher zur sauberen Energieerzeugung zu bringen und dabei noch ungenutzte Raumkapazitäten zu erschließen, ist so einfach und naheliegend und aus unserer Sicht ein Projekt, das hoffentlich Schule macht. Wir wollen konsequent zum nachhaltigen Unternehmen werden und andere dazu bewegen, mitzumachen", so Stefan Lietsch, Chief Technology Officer bei Zattoo und Verantwortlicher für das Projekt.

Ende 2020 fand der Einzug der ersten Server von Zattoo in das Windrad von WestfalenWIND statt. In dieser ersten Phase wurden zunächst einige wichtige Tests an den Systemen und Prozessen von Zattoo durchgeführt. Am 28. Januar wurden dann die ersten Server in Betrieb genommen. In einer nächsten Phase will Zattoo herausfinden, ob windCORES den unternehmenseigenen, hohen Ansprüchen an Stabilität und Zuverlässigkeit gerecht werden kann. Das ist für Zattoo, als Anbieter von Live Fernsehen äußerst wichtig, um sicherzustellen, dass der eigene Service rund um die Uhr genutzt werden kann. Nach und nach plant Zattoo dann immer mehr Inhalte über das Rechenzentrum im Windrad laufen zu lassen. Sollten sich die Erwartungen an das Projekt erfüllen, plant Zattoo das Windrad zukünftig zum Hauptstandort für das eigene Rechenzentrum machen.


 

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