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Über den neuen Kooperationsvertrag kann 1&1 seinen Kunden nun erstmals von der Telekom angemietete Glasfaseranschlüsse bereitstellen (Foto: Deutsche Telekom)

Deutsche Telekom und 1&1 weiten Zusammenarbeit im Festnetz aus

15.02.2021 - Die Deutsche Telekom und 1&1 Versatel haben einen neuen Vertrag im Festnetz geschlossen. Der Vertrag läuft zehn Jahre und betrifft die Nutzung von direkten Glasfaseranschlüssen (Fiber to the home = FTTH) und VDSL. Bereits seit 2012 bezieht 1&1 Versatel Kupferanschlüsse (VDSL/Vectoring) von der Telekom und vermarktet diese Anschlüsse an ihre Endkunden weiter. Geregelt ist dies in einem sogenannten Kontingentvertrag. Technologische Basis ist das Glasfasernetz der Telekom.

Nun konnten sich beide Unternehmen auf eine Verlängerung und Erweiterung der Zusammenarbeit in einem sogenannten "Commitment-Vertrag" einigen. Dabei wird die Telekom ihrem Partner 1&1 Versatel neben den bestehenden VDSL-/Vectoring-Anschlüssen auch erstmals ihre Highspeed-Glasfasernetze (FTTH) bereitstellen. Diese haben Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde.

Breitband-Vorleistungen von 1&1 Drillisch über 1&1 Versatel

Die 1&1 Drillisch AG wird daher zukünftig sämtliche VDSL- und FTTH-Vorleistungen von ihrer Schwestergesellschaft 1&1 Versatel erhalten. Zu den FTTH- und VDSL-Komplettpaketen gehören auch Voice und IP-TV.

Damit könne 1&1 Versatel 1&1 Drillisch zunächst ca. 750.000 weitere FTTH-Anschlüsse zur Vermarktung anbieten, so das Unternehmen. Die Zahl der vermarktbaren FTTH-Anschlüsse der Deutschen Telekom soll sich in den nächsten Jahren um durchschnittlich 2 Mio. Haushalte jährlich erhöhen.

"Wir freuen uns darauf, unser Glasfaserangebot deutlich auszuweiten. Ziel ist es, immer mehr Haushalte mit garantierten Gigabit-Geschwindigkeiten zu versorgen. Glasfaser wird auch in Privathaushalten zunehmend zum Standard für schnelle Kommunikation", so 1&1-CEO Ralph Dommermuth.

Die neue FTTH-/VDSL-Vereinbarung zwischen 1&1 Versatel und Deutsche Telekom steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Bundesnetzagentur als zuständige Regulierungsbehörde.

"Die Unternehmen schaffen sich selbst Planungssicherheit. Das erlaubt ihnen, in die Glasfaserinfrastruktur zu investieren. Die Menschen profitieren von der Zusammenarbeit"", erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Fortsetzung der Kooperation im Festnetz zeige, so die Bundesnetzgentur weiter, dass freiwillige Marktlösungen möglich seien. Zuvor wurden bereits die Verträge zwischen der Telekom und Vodafone sowie Telefónica erneuert. Diese beziehen sich ebenfalls auf die Nutzung von FTTH- und VDSL-Anschlüssen. Die Zusammenarbeit ermögliche der Telekom, ihre Netze auszulasten und den Glasfaserausbau voranzutreiben. 1&1 Versatel profitiere, indem sie ihren Kunden ein schnelles Netz anbieten kann.

Lesen Sie dazu auch: Deutsche Telekom und Vodafone verlängern und erweitern Zusammenarbeit im Festnetz vom 15.12.2020
 

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