
Mediengruppe RTL will Fernsehen und Streaming enger zusammenführen
25.02.2021 - Die Mediengruppe RTL Deutschland will ihre TV- und Streamingangebote künftig noch enger verzahnen. Dafür soll das Tochterunternehmen RTL Studios breiter aufgestellt und alle Inhalte "noch stärker plattformübergreifend und zielgruppenorientiert ausgerichtet werden", wie es in der Unternehmensmitteilung heißt. Gleichzeitig soll in die eigene Produktion lokaler Inhalte investiert werden.
Darüber hinaus sei das Ziel der Neuordnung, die Führungspositionen sowohl im linearen Fernsehen als auch im Streaming in Deutschland auszubauen. Außerdem soll die Programmmarke RTL über alle Plattformen und Verbreitungswege hinweg gestärkt werden. Erst kürzlich hatte das Unternehmen angekündigt, im Zuge der bevorstehenden Repositionierung der Kernmarke RTL auch ihr Streamingangebot TVNow in RTL+ umzubenennen.
Stephan Schäfer, Geschäftsführer Inhalte & Marken der Mediengruppe RT, sagt zur organisatorischen Neuordnung: "Wir wollen unsere führende Position aus dem TV-Markt dauerhaft in die digitale Welt überführen."
Personelle Änderungen bei RTL Deutschland
Im Zusammenhang mit den Zielsetzungen gibt es ab 1. März folgende personelle Änderungen:
- Henning Tewes, Geschäftsleiter TVNow und COO Programme Affairs & Multichannel der Mediengruppe RTL, übernimmt zusätzlich die Geschäftsführung von RTL Television.
- Der bisherige RTL Television-Geschäftsführer Jörg Graf wechselt in gleicher Funktion zum Produktionshaus RTL Studios. Dort soll er gemeinsam mit Geschäftsführerin Inga Leschek die eigene Produktion von Programminhalten ausbauen.
- Frauke Neeb übernimmt den Posten als Programmdirektorin TVNow. Zum 1. Mai löst sie damit Frank Trösken ab, der neuer Programmdirektor von RTL Television wird.
- Jan Peter Lacher, Leiter des Bereichs Programmstrategie und Planung bei RTL Television, verantwortet künftig als Chief Planning & Cooperations Officer die plattformübergreifende Orchestrierung aller Inhalte.
Claudia Boss-Teichmann 26.02.2021

