
Schon 2030 soll 6G die Nachfolge von 5G antreten (Shutterstock/Den Rise)
700 Millionen Euro für 6G-Forschung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet in dieser Woche die erste deutsche Forschungsinitiative zur 6G-Technologie. Die entsprechende Förderrichtlinie wurde nun veröffentlicht. 6G soll ab etwa 2030 die Nachfolge der 5G-Technologie in den Kommunikationsnetzen antreten. Ziel der ersten Fördermaßnahme ist es laut BMBF, die Grundlage für ein Innovationsökosystem für zukünftige Kommunikationstechnologien rund um 6G zu schaffen. Bis 2025 sollen rund 700 Millionen Euro in die 6G-Forschung investiert werden.
Ganzheitlicher Ansatz bei 6G-Forschung
Gegenstand der ersten Fördermaßnahme ist laut BMBF die Erforschung von zukünftigen Kommunikationstechnologien, um die nächste Generation mobiler Kommunikation sowie der dafür notwendigen Glasfasernetze technologisch vorzubereiten. Für Forschung, Entwicklung und Transfer von 6G werde ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Das neue 6G-Ökosystem werde deshalb alle Technologieebenen umfassen. Dabei gehe es auch um neue Anwendungen, wobei von Anfang an Unternehmen mit einbezogen würden, die auf diesem Feld Innovationen vorantreiben wollen. Eine Lösung, um möglichste viele Akteure am Ökosystem teilhaben zu lassen, seien offene und überprüfbare Softwareschnittstellen – z.B. über ein nach offenem Standard betriebenes Funkzugangsnetz (Open-RAN, Radio-Access-Network).
Drei Forschungs-Hubs und eine Plattform
Im Rahmen der Fördermaßnahmen sollen bis zu drei "6G-Forschungs-Hubs" und eine begleitende "Plattform für zukünftige Kommunikationstechnologien und 6G" gefördert werden.
Weitere Fördermaßnahmen sollen im nächsten Schritt den schnellen Transfer der 6G-Technologie in innovative Produkte sicherstellen. Diese Fördermaßnahmen sollen ebenfalls noch in 2021 veröffentlicht werden.
Claudia Boss-Teichmann 12.04.2021

