
Die Unternehmenszentrale der Tele Columbus AG in Berlin (Foto: Tele Columbus)
Tele Columbus nimmt weiteren Glasfaserring in Betrieb
25.02.2021 - Die Tele Columbus AG hat einen weiteren Glasfaserring in Betrieb genommen, der auf einer Länge von 400 Kilometern wichtige Netzstandorte in Sachsen miteinander verbindet. Der Anschluss an den neuen Glasfaserring erlaubt einfach zu skalierende Anbindungen an das Internet-Backbone und eröffnet Möglichkeiten eine redundante, zentrale TV-Signaleinspeisung zu verwirklichen, so das Unternehmen.
Vernetzung wichtiger Standorte in Sachsen
Die neuen Glasfaserstrecken vernetzen strategisch wichtige Netzstandorte in Sachsen. Von Leipzig aus verläuft ein Glasfaserring über Eilenburg, Grimma, Döbeln, Frankenberg, Chemnitz, Freital, Dresden, Heidenau, Coswig/Sachsen und Wurzen nach Leipzig zurück. Ein weiterer Ring verläuft von Chemnitz aus über Zwickau, Plauen, Reichenbach und Schwarzenberg, sowie eine weitere Trasse von Leipzig aus über Altenburg, Meerane und Gera. Die Signale des Glasfaserrings sind dabei redundant ausgeführt, um jederzeit eine Signalverfügbarkeit auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Mit der zentralen Glasfaseranbindung an das Internet-Backbone soll es ermöglicht werden, steigenden Bandbreitenanforderungen schneller als bisher gerecht zu werden, so Tele Columbus.
In Sachsen betreibt die Tele Columbus Gruppe eine Vielzahl von Kabelnetzen, bei denen die Verbindungen zum Teil bereits bis in die Gebäude hinein in Glasfasertechnik (FTTB) ausgeführt sind. Überwiegend könnten so Internetbandbreiten bis 400 Mbit/s zur Verfügung gestellt werden.
Schnellere Anpassung von Breitbandkapazitäten
"Wir verzeichnen jedes Jahr erhebliche Zuwächse beim Datenvolumen. Die zentrale Glasfaseranbindung unserer Netzstandorte verschafft uns deutlich mehr Flexibilität", erklärt der Chief Technology Officer von Tele Columbus, Dietmar Pöltl. "Zusätzlich steigert die Anbindung die Zuverlässigkeit unserer Dienste und verringert Wartungsaufwand an den bislang dezentral gemanagten Netzstandorten."
Für den Glasfaserring in Sachsen setzt Tele Columbus weitgehend auf angemietete, unbeleuchtete Fasern (Dark Fiber). Für die Anbindung wurde an 14 Technikstandorten die erforderliche Lichtübertragungstechnik installiert oder angepasst. Weitere regionale Glasfaserringe sind im Bau, mit denen die Zahl dezentraler Teilnetze weiter reduziert und die Dienstgüte gesteigert werden soll.
Im Oktober letzten Jahres hatte Tele Columbus einen 377 Kilometer langen Glasfaserring in Sachsen-Anhalt in Betrieb genommen.
Claudia Boss-Teichmann 26.02.2021

