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Kabel Deutschland: Quartalsumsatz wieder auf Wachstumskurs

Mit einem Netto-Anstieg von 84 Tausend Internet- und Telefonkunden erreichte Kabel Deutschland das stärkste Kundenwachstum in einem zweiten Geschäftsjahresquartal seit Jahren. Am 30. September 2013 versorgte das Unternehmen insgesamt nahezu 2,1 Millionen Kunden mit seinen Breitbandprodukten, heißt es im aktuellen Quartalsbericht. Die nach dem schwächeren ersten Quartal im Premium TV-Geschäft eingeleiteten Vertriebs- und Marketingmaßnahmen erweisen sich als erfolgreich. In der Folge konnte Kabel Deutschland eine Erholung beim Geschäft mit Pay TV und digitalen Videorekordern erreichen, was sich in steigenden Abonnement-Zuwächsen zeigt: Erhöhte sich die Zahl der Premium TV-Abonnements während des ersten Quartals lediglich um 24.000, konnte das Unternehmen im zweiten Quartal die Premium TV-Abonnements bereits wieder um 55.000 steigern. Während des zweiten Quartals wurden rund 15.000KabelBW-Kunden, die bislang von Kabel Deutschland mit dem deutschsprachigen Pay TV-Produkt versorgt wurden, auf KabelBW migriert.

Während der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 mit 464 Mio. Euro gegenüber dem Vorquartal leicht zurückging, konnte das Unternehmen im zweiten Quartal mit einem Gesamtumsatz von
471 Mio. Euro eine Umsatzsteigerung von 7 Mio. Euro gegenüber dem Vorquartal erreichen. Bereinigt um die im Vorjahr verbuchten Einspeiseentgelte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten betrug das Umsatzwachstum 5,7 Prozent verglichen mit dem Vorjahresquartal.

Kabel Deutschland erwartet, dass sich der positive Trend des letzten Quartals im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres fortsetzen wird. Die Wachstumsdelle des ersten Quartals beim Umsatz wird jedoch
voraussichtlich nicht mehr auszugleichen sein. Auf der Basis des Halbjahres-Reviews sieht sich das Unternehmen deshalb veranlasst, den um die Einspeiseentgelte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
bereinigten Umsatzausblick für das laufende Geschäftsjahr von bisher rund 8 Prozent auf 5 bis 6 Prozent Wachstum für das gesamte Geschäftsjahr zurückzunehmen. Die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone wurde Mitte vollzogen. Eine „Change of Control“ Klausel bei den Bankkrediten von Kabel Deutschland erforderte zum Vollzug des Übernahmeangebotes eine umfassende Refinanzierung der Finanzverbindlichkeiten. In diesem Zusammenhang werden mit dem Vollzug Kredite in Höhe von insgesamt 2,07 Mrd. Euro frühzeitig von Kabel Deutschland zurückgezahlt und nicht beanspruchte Kreditlinien in Höhe von aktuell 324 Mio. Euro zurückgeführt. Gleichzeitig wird Vodafone Kabel Deutschland eine neue Finanzierung in Höhe von 2,15 Mrd. Euro mit einer Laufzeit bis Juni 2020 sowie eine neue fest zugesagte Kreditlinie von 300 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis März 2019 zu gleichen oder besseren Konditionen zur Verfügung stellen.

Die Übernahme durch Vodafone verursacht außerdem verschiedene außerplanmäßige Aufwendungen in einer Gesamthöhe von rund 205 Mio. Euro, die sich auf den Jahresüberschuss von Kabel Deutschland
auswirken werden. Hier handelt es sich insbesondere um die Abschreibung aktivierter steuerlicher Verlustvorträge, die durch die Vodafone-Übernahme voraussichtlich nicht mehr steuermindernd genutzt werden können. Weiterhin fallen Aufwendungen im Zusammenhang mit der erforderlichen Refinanzierung sowie sonstige Transaktionskosten an.

 

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