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Geschäftsjahr 2020/21: Vodafone punktet im Krisenjahr mit Festnetzgeschäft

Während das Geschäftsjahr 2020/2021 beim britischen Mutterkonzern Liberty Global eher umsatzschwächer war, konnte der Konzern im größten Markt Deutschland von den Synergieeffekten durch die Unitymedia-Übernahme profitieren. Mit dem Unitymedia-Kauf steigt der Gesamt Service-Umsatz von Vodafone um 7,7 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Organisch erhöht sich der Gesamt Service-Umsatz allerdings nur um 0,5 Prozent. Das EBITDA wächst durch den Unitymedia-Kauf um 11,0 Prozent, organisch um 1,8 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Die Anzahl an Kabel-Glasfaserkunden steigt um 301.000 auf 8,2 Millionen. Im Mobilfunk entscheiden sich 317.000 Kunden für einen Neuvertrag – die Anzahl der Mobilfunk-Vertragskunden liegt damit bei über 19 Millionen. Die SIM-Karten im Vodafone-Netz wachsen um 6,1 Millionen auf mehr als 58 Millionen.

"Gut durch das Corona-Jahr gekommen"

"Die vergangenen zwölf Monate gehen als das Corona-Krisenjahr in die Geschichtsbücher ein. Nie waren schnelle und stabile Netze wichtiger", sagt Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland. Mit Unterstützung seines Unternehmens konnten Millionen Menschen von zuhause aus arbeiten, lernen und mit der Welt in Verbindung bleiben. Hohe Geschwindigkeiten lägen dabei weiter im Trend: Ametsreiter: "Mit mittlerweile 1 Million Gigabit-Anschlüssen surfen landesweit die meisten Gigabit-Kunden über unser leistungsstarkes Kabel-Glasfasernetz. Zeitgleich konnten wir mit starken Finanzzahlen unseren Wachstumskurs fortsetzen. Wir sind also gut durch das Corona-Jahr gekommen – und werden nach der Pandemie den Digitalisierungsschub im Land nochmals beschleunigen."

"1-Million-Marke geknackt"

Im Festnetz-Bereich wächst der Service-Umsatz um 1,4 Prozent auf 6,46 Milliarden Euro. 301.000 Kunden entscheiden sich für einen Kabel-Glasfaseranschluss von Vodafone. Der Trend zu schnellen Anschlüssen hält nach Unternehmensangaben an: Fast die Hälfte der Vodafone-Kabel-Glasfaserkunden hat einen Anschluss mit 250 Mbit/s oder mehr gewählt. Für den Gigabit-Anschluss haben sich mittlerweile 1 Million Kunden entschieden. Mit 22,4 Millionen verfügbaren Gigabit-Anschlüssen ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum ideal. Bis Mitte 2022 soll nach den Plänen des Anbieters weit über die Hälfte aller deutschen Haushalte mit Gigabit-Tempo über das Vodafone-Netz versorgt sein. Zudem will Vodafone sein Netz verdichten, deutlich mehr Glasfaser verbauen und diese näher zu den Haushalten bringen, um dem Bandbreiten-Hunger gerecht zu werden.

Mobilfunk: sinkender Service-Umsatz, 5G-Ausbau

Der Service-Umsatz im Mobilfunk sinkt um 0,7 Prozent auf 5,06 Milliarden Euro. 317.000 Neukunden entscheiden sich für einen Mobilfunk-Vertrag von Vodafone. Über 19 Millionen Vertragskunden surfen damit im LTE- oder im 5G-Netz, das bereits für über 20 Millionen Menschen verfügbar ist. Bis Ende 2021 soll 5G von Vodafone nach den aktuellen Plänen für über 30 Millionen Menschen verfügbar sein. Das genutzte Datenvolumen stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr im Schnitt um über 30 Prozent.

Zusätzlich hat Vodafone als erster Netzbetreiber '5G-Standalone' freigeschaltet – zunächst an allen rund 1.000 Antennen im 3,5 Gigahertz-Bereich in 170 Städten und Gemeinden. Die neue Mobilfunk-Generation 5G funkt damit erstmals völlig unabhängig von der Vorgänger-Technologie LTE.
 

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