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Die Zentrale vom M-Net in München (Foto: M-net)

M-net verzeichnet Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2020

Der bayerische Telekommunikationsanbieter M-net hat im Geschäftsjahr 2020 ein deutliches Wachstum erzielt. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz um rund 5 Prozent auf einen neuen Rekordwert von mehr als 272 Millionen Euro steigern. M-net sieht den Grund dafür vor allem in seiner Glasfaser-Ausbaustrategie: Die Zahl der per Glasfaser bis zum Kabelverzweiger (FTTC), bis ins Haus (FTTB) oder bis in die einzelne Wohnung (FTTH) angeschlossenen Haushalte wuchs um 3 Prozent auf rund 790.000 Haushalte. Unter diesen Haushalten konnte der Anteil der per FTTB/H erschlossenen Haushalte um 5 Prozentpunkte auf über 70 Prozent ausgebaut werden. Die Zahl der aktiven Verträge mit Privat- und Geschäftskunden stieg um 4 Prozent auf mehr als 503.000.

Kooperationen beim Glasfaserausbau

Beim Glasfaserausbau setzt M-net auf Kooperation mit Infrastrukturpartnern: In der Landeshauptstadt München wollen die Stadtwerke München und M-net mehr als 630.000 Münchner Haushalten und Unternehmen einen Internetanschluss bieten; bis Ende 2023 sollen weitere 3.200 Gebäude mit insgesamt 17.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten folgen.

Gemeinsam mit den Stadtwerken Augsburg baut M-net seit 2020 in Augsburger Glasfaser aus. Mindestens 11.000 private Haushalte sowie fast 1.500 Gewerbeeinheiten sollen bis 2027 Telefonie- und Internetanschlüsse größtenteils per FTTH erhalten.

Das jüngste Großprojekt ist die zu Beginn des Jahres 2021 geschlossene Kooperation von M-net und Deutsche Glasfaser für den Glasfaserausbau in Bayerisch-Schwaben sowie im Westen Münchens. Bei der Open Access Partnerschaft bündeln die Partner ihre Kräfte für den Netzausbau und wollen ihre individuellen Produkte über ihre jeweils eigene aktive Technik auf demselben passiven Glasfasernetz anbieten. Geplant ist der Ausbau von rund 60.000 reinen Glasfaseranschlüssen innerhalb von 12 bis 24 Monaten.

Nachfrage nach schnellem Internet in Corona-Zeiten

Mit Beginn der Corona-Krise im März 2020 verzeichnet M-net einen starken Anstieg des Datenverkehrs für Internet und Telefonie in seinen Netzen um rund 50 Prozent. Der Upstream-Traffic habe sich aufgrund von Home-Schooling und Home-Office sogar mehr als verdreifacht. Beim Video- und Musikstreaming sei ein Zuwachs von 30 Prozent zu verzeichnen. Eine verstärkte Nachfrage stellt M-net auch beim eigenen IPTV-Dienst "TVplus" fest - hier habe das Datenvolumen neue Rekordwerte mit Steigerungen um bis zu 20 Prozent erreicht.

Dort, wo schnelle Internetanschlüsse für Privatkunden verfügbar seien, entscheiden sich heute nahezu 100 Prozent der Neukunden für einen Anschluss mit mindestens 100 Mbit/s - ein Jahr zuvor waren dies nur gut 80 Prozent. Rund drei Viertel der Neukunden wählen heute sogar einen Anschluss mit 300 Mbit/s und mehr, während diese Geschwindigkeit noch im März 2020 nur von etwa jedem zehnten Kunden nachgefragt wurde.

Auch im Geschäftskundenbereich stellte das Unternehmen ein deutlich verändertes Buchungsverhalten fest. So habe sich die Zahl der Unternehmen, die im Jahresverlauf von April 2020 bis einschließlich März 2021 ihren bestehenden M-net Anschluss auf 1 Gigabit pro Sekunde oder sogar 10 Gigabit pro Sekunde beschleunigt haben, mehr als verdoppelt.
 

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