
Der Ausbau läuft: Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und Telekom Deutschland-Vorstand Srini Gopalan spleißen ein Glasfaserkabel auf einer Glasfaser-Baustelle in Berlin-Karlshorst (Foto: Telekom)
Berlin wird zum größten Glasfaser-Ausbaugebiet der Telekom
Die Telekom unterstützt das Land Berlin bei der Umsetzung der Gigabit-Strategie, wie Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und Srini Gopalan, verantwortlich für das Deutschland-Geschäft der Telekom, jetzt in einer gemeinsamen Absichtserklärung bekräftigten. Die Bundeshauptstadt soll dadurch zum größten zusammenhängenden Ausbaugebiet der Telekom in Deutschland werden. Dafür sichert die Telekom Investitionen in Millionenhöhe zu. Das Land Berlin hingegen verpflichtet sich, die notwendigen Rahmenbedingungen für einen möglichst schnellen und effizienten Ausbau zu schaffen. Die gemeinsamen Ziel sind ehrgeizig: Eine Million Glasfaser-Anschlüsse will die Telekom bis Ende 2027 in Berlin bauen. Bereits in diesem Jahr baut das Unternehmen rund 40.000 Glasfaseranschlüsse in Karlshorst, im Hansaviertel, in Siemensstadt und in Weißensee. Dafür wurden rund 70 Kilometer Tiefbau erbracht, über 400 Kilometer Glasfaser eingezogen und fast 200 Netzverteiler aufgebaut. Das Investitionsvolumen beträgt in diesem Jahr fast 27 Million Euro.
Ausbau geht 2022 verstärkt weiter
In 2022 will die Telekom noch mehr bauen: Rund 150.000 Anschlüsse sollen dann in Charlottenburg, Moabit, Alt-Hohenschönhausen, Friedenau, Gropiusstadt, Köpenick, Lichtenberg und einem weiteren Gebiet in Weißensee entstehen. Dafür werden rund 155 Kilometer Tiefbau erbracht, fast 1.000 Kilometer Glasfaser eingezogen und etwa 700 Netzverteiler aufgebaut. Das Investitionsvolumen beträgt in 2022 rund 80 Million Euro. "Mit der Glasfaseroffensive der Deutschen Telekom wird das Berliner Datennetz weiter ausgebaut. Tausende Haushalte können erstmals einen direkten Glasfaseranschluss erhalten. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die digitale Zukunft des Landes Berlin", sagt Ramona Pop. Nach ihrer Ansicht ist der Zugang zu schnellem Internet ist wichtige Infrastruktur für Bewohner und Unternehmen, ähnlich wie der Anschluss an das Wasser-, Strom- oder Gasnetz. Pop: "Gute Datenverbindungen sind eine Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, gesellschaftliche Teilhabe und für das moderne Arbeitsleben", sagt die Politikerin.
"Ein leistungsstarker Glasfaseranschluss bietet alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen wie Arbeiten und Lernen von zu Hause sowie gleichzeitiges Videostreaming in höchster Qualität", betont Srini Gopalan und ergänzt: "Digitalisierung ist Teamsport – deshalb setzt die Telekom auf einen unbürokratischen Ausbau mit alternativen Methoden und digitalen Genehmigungsprozessen. Hierfür schafft die Gigabit-Strategie Berlins die Grundlage. Ein weiterer wichtiger Punkt beim FTTH-Ausbau: Der Glasfaseranschluss kommt nicht von allein in die Häuser und Wohnungen. Dafür brauchen wir die Mithilfe der Kunden, der Vermieter, der Hausverwaltungen oder der Eigentümer. Wir legen die Glasfaser von der Straße an die Gebäude und müssen dann weiter in die Wohnungen. Ohne die Genehmigungen der Eigentümer und Vermieter geht das nicht."
Wie Kunden sich informieren können
Vor diesem Hintergrund unterbreitet der Telekommunikationsanbieter den Hauptstadtbewohnern ein attraktives Einstiegsangebot: Wer sich jetzt meldet, bekommt den Glasfaser-Anschluss kostenlos von der Telekom. Die Immobilie kann später immer noch angeschlossen werden, dieser Anschluss muss dann aber aus eigener Tasche bezahlt werden. Außerdem können notwendige Genehmigungen für Tiefbauarbeiten den Anschluss verzögern.
Claudia Boss-Teichmann 25.06.2021

