
Der Technik-Standort Kerpen ist eines der fünf Sendezentren, die Vodafone in Deutschland für die TV-Versorgung betreibt. Kerpen wurde im Dezember 2020 von Unitymedia übernommen. Foto: (Vodafone)
Vodafone stattet Sendezentren für Kabel-TV mit neuer Technik aus
In zwei Sendezentren der Vodafone kommt eine neue Technologie zur Video-Transkodierung zum Einsatz. Dadurch sollen die von den Sendern angelieferten Videoströme im TV-Kabel noch zuverlässiger und in noch besserer Qualität als bisher beim Zuschauer ankommen. Grundlage dafür ist ein softwarebasiertes System, das hochwertige Kompressionsverfahren auf Basis der neuesten Generation des MPEG Video-Codecs zur Umwandlung nutzt.
Einsparung von Ressourcen
Aufgaben, die zuvor auf viele einzelne und unterschiedliche Geräte verteilt waren – darunter beispielsweise die Aufbereitung von speziellen Audio- oder Teletext-Signalen – werden nun alle über das neue Videosystem in Echtzeit direkt ausgeführt. Zweckgebundene Hardware wie Videokreuzschienen, SDI-Kabel, SDI-Dekoder sowie Verteiler-Verstärker in den Technik-Räumen gehören damit der Vergangenheit an. Anstelle von 789 Einzelgeräten, die in 56 großen Server-Racks untergebracht waren, sind es nun nur noch 103 Einzelgeräte, die sich auf 13 Server-Racks verteilen. Zugleich wurden mehrere Kilometer Verbindungskabel eingespart. Rund 2000 Megawattstunden (MWh) spart Vodafone im Jahr über beide Standorte an Strom ein – das entspricht einem Stromverbrauch von etwa 600 Haushalten mit je vier Personen. Durch den redundanten Aufbau der neuen Systeme minimiert Vodafone auch mögliche Ausfallzeiten und verbessert die Verfügbarkeit für die Kunden.
Fünf Sendezentren im TV-Netz der Vodafone
Zur Verbreitung des TV-Signals unterhält Vodafone in der zweiten Netzebene (NE2) insgesamt fünf große Sendezentren. Sie stehen in Frankfurt-Rödelheim, in München, in Kerpen bei Köln, in Stuttgart und in Mannheim und verteilen das Fernsehsignal für ganz Deutschland. Die Sendezentren sind ringförmig miteinander verbunden, so dass ein störungsfreier Fernsehempfang auch dann möglich ist, wenn an einem Standort die Technik beeinträchtig sein sollte. Zuletzt hatte Vodafone den in Kerpen angesiedelten Technik-Standort der ehemaligen Unitymedia aufgekauft und hat damit begonnen, den Standort zu einem zentralen Sendezentrum für die Verbreitung der Rundfunk- und TV-Signale im Vodafone-Kabelnetz umzurüsten.
Verbesserte Energie-Effizienz
Die Modernisierung der TV-Technik soll auch auf die Nachhaltigkeitssziele von Vodafone einzahlen. Bis 2030 möchte die Vodafone Group vollständig klimaneutral wirtschaften, bis 2040 auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette emissionsfrei sein.
Durch die Initiativen für den Klimaschutz blieb der Energieverbrauch der Vodafone Group im vergangenen Jahr trotz stetig steigendem Datenverkehr in den Mobilfunknetzen weitgehend unverändert. Zugleich konnte die Group Treibhausgas Emissionen aus eigener Produktion und eingekaufter Energie um 30 Prozent reduzieren. Möglich macht das eine energieeffizientere Netzwerk-Technik, die Abschaltung des 3G-Netzes und die Stilllegung von alter Technik im Vodafone-Kernnetz. Auch die Modernisierung der TV-Technik trägt dazu bei.
Claudia Boss-Teichmann 21.07.2021

