Vaunet unterstreicht Forderung nach weniger Werbung bei ARD und ZDF
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Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Rundfunkbeitrag (5. August 2021) hat sich nun der Privatsender-Verband Vaunet, Berlin, zu Wort gemeldet, und eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gefordert. "Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ermöglicht den Ländern nun ein zügiges weiteres Vorgehen für die Auftrags- und Strukturreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Dieser Gestaltungsauftrag umfasst auch die Identifikation weiterer Einsparpotenziale und sollte das duale Rundfunksystem mit seiner Pluralität und Meinungsbildungsrelevanz als Ganzes in den Blick nehmen", sagt Annette Kümmel, Vorstandsvorsitzende des Vaunet.
Im gleichen Zuge weist sie darauf hin, dass beide Säulen, öffentlich-rechtliche als auch private Medien, für ein Medienangebot stünden, "das eine demokratische, diverse und inklusive Gesellschaft befördert." Kümmel weiter: "Die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten des privaten Rundfunks gilt es für einen fairen Wettbewerb im Blick zu behalten."
Insbesondere die Ausstrahlung von Werbung bei ARD und ZDF ist dem Vaunet bereits seit längerem ein Dorn im Auge. Vor diesem Hintergrund fordert die Organisation eine "umfassende Werbereduzierung bei den öffentlich-rechtlichen Angeboten".
Handlungsbedarf sieht der Verband nun bei der Politik. Denn das Bundesverfassungsgericht hatte in seinem Urteil den "bestehenden Gestaltungsspielraum der Länder bei der Ausgestaltung des Auftrages" betont.
Claudia Boss-Teichmann 10.08.2021

