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Deutsche Telekom steigert Umsatz und Gewinn

Die Deutsche Telekom hebt nach guten Ergebnissen im zweiten Quartal ihre Prognose für 2021 erneut an. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr organisch – also ohne Veränderungen des Konsolidierungskreises und Wechselkurseinflüsse – um 6,8 Prozent auf 26,6 Milliarden Euro. Das EBITDA AL stieg organisch um 1,1 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr wird ein Wert von mehr als 37,2 Milliarden Euro erwartet. Das sind 0,2 Milliarden Euro mehr als noch im Mai prognostiziert.

Wegen des im Jahresvergleich schwächeren US-Dollars fiel die Entwicklung auf berichteter Basis schwächer aus: minus 1,7 Prozent beim Umsatz und minus 4,2 Prozent beim bereinigten EBITDA AL.

Deutschland: Geschäft stabil

Zwischen April und Juni gewann das Unternehmen netto 93.000 neue Breitbandkunden. Im Netz der Telekom gibt es inzwischen 16,6 Millionen Glasfaser-basierte Anschlüsse (FTTx, Retail und Wholesale). Das war ein Plus von 291.000 im abgelaufenen Quartal.

Im Mobilfunk stiegen die Serviceumsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2 Prozent. Bei den Vertragskunden unter den eigenen Marken gab es ein Plus von 161.000. In diesem Segment stieg das durchschnittliche monatlich genutzte Datenvolumen je Kunde im Jahresvergleich um 34 Prozent auf 6,3 Gigabyte.

Der Umsatz des operativen Segments Deutschland wuchs im zweiten Quartal 2021 im Jahresvergleich um 0,9 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Berücksichtigt man die Veränderung des Konsolidierungskreises und weitere Effekte ergibt sich ein organisches Umsatzplus von 1,8 Prozent. Gleichzeitig legte das bereinigte EBITDA AL um 3,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu.

USA: Umsatzminus bei T-Mobile, aber Kundenwachstum

T-Mobile US erzielte auch im zweiten Quartal 2021 ein stärkeres Plus bei den Kundenzahlen als seine Wettbewerber. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden stieg um 1,3 Millionen. Darunter waren 627.000 der besonders werthaltigen Telefonie-Vertragskunden. Die Gesamtkundenzahl von T-Mobile US lag zum Ende des Berichtszeitraums bei 104,8 Millionen und damit knapp 6,5 Millionen höher als ein Jahr zuvor.

Der Umsatz von T-Mobile US stieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 5,4 Prozent auf 20,1 Milliarden Dollar. Beim bereinigten EBITDA AL errechnete sich ein Minus von 0,4 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Bereinigt man diesen Wert um Effekte aus dem schrittweisen Rückzug aus dem Geschäftsmodell der Endgerätevermietung (Core adjusted EBITDA), beträgt die Wachstumsrate organisch 7,7 Prozent.

Die Integration der zum 1. April 2020 übernommenen Sprint schreite besser als geplant voran, sagt die Telekom.

Europageschäft im Wachstumsmodus

Das Wachstumstempo in den europäischen Landesgesellschaften hat sich im zweiten Quartal 2021 beschleunigt. Der Umsatz legte organisch gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 4,0 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu. Das bereinigte EBITDA AL wuchs organisch um 5,3 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro. Positiv wirkte sich im abgelaufenen Quartal der leichte Anstieg der Reisetätigkeit und die damit verbundene moderate Erholung der Roaming-Umsätze gegenüber dem Vorjahr aus.

Zwischen April und Juni verzeichneten die Unternehmen ein Plus bei Mobilfunk-Vertragskunden von 177.000, bei Breitband-Kunden von 58.000 und bei Nutzern von Bündelprodukten aus Festnetz und Mobilfunk von 128.000. Die Popularität solcher Bündelangebote zeige sich an der wachsenden Marktdurchdringung: Rund 52 Prozent der Breitband-Haushalte nutzen inzwischen Bündelprodukte. Ein Jahr zuvor waren es 48 Prozent gewesen.

T-Mobil Niederlande entwickelte sich besonders positiv. Im zweiten Quartal kamen 70.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden hinzu, der Umsatz stieg in diesem Zeitraum gegenüber April bis Juni 2020 organisch um 2,7 Prozent auf 506 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA AL legte organisch noch deutlicher zu: plus 3,6 Prozent auf 155 Millionen Euro.

Auch im Funkturmgeschäft gab es organisch ein Umsatzplus von 5,1 Prozent auf 283 Millionen Euro, während das bereinigte EBITDA AL im zweiten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres organisch um 8,8 Prozent auf 170 Millionen Euro wuchs. Die Zahl der Standorte erhöhte sich auf vergleichbarer Basis – also bereinigt um den Verkauf der niederländischen und die Einbeziehung der österreichischen Türme – binnen eines Jahres um 1.100 auf 39.800.

Systemgeschäft: Höherer Auftragseingang

Ein deutlich stärkeres Neugeschäft verzeichnete T-Systems im zweiten Quartal 2021. Die Aufträge stiege gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 25,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Wichtiger Treiber sei ein Abschluss im Automobilsektor gewesen.

Der Umsatz ging im Berichtszeitraum um 5,5 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte EBITDA AL steig um 1 Million auf 72 Millionen Euro.

 

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