
(V.l.n.r.) Stefan Holighaus, Mitglied der Geschäftsleitung DNS:NET und André Stahl, Bürgermeister von Bernau (FOTO: DNS:NET)
DNS:NET will in zwei brandenburgischen Gemeinden eigenwirtschaftlich FTTH ausbauen
Nachdem die DNS:NET bereits im Mai 2021 mit dem Spatenstich in Mittenwalde-Ragow den Glasfaserausbau für die Stadt startete, wurde am 26. August die feierliche Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Mittenwalde und der DNS:NET vollzogen. Die Stadt Mittenwalde im Landkreis Dahme-Spreewald hat rund 9.000 Einwohner und 5.000 Haushalte.
Stefan Holighaus, Mitglied der Geschäftsleitung der DNS:NET: "Nachdem die ersten Schritte beim Spatenstich und Ausbau in Mittenwalde-Ragow umgesetzt wurden, freuen wir uns, die weiteren städtischen Haushalte anzuschließen. Für Analyse und Planung der Bautätigkeiten durch die DNS:NET prüfen wir ausnahmslos alle Ortsteile für eigenwirtschaftlichen Ausbau inklusive der Fördergebiete. Wir bauen in allen Regionen konsequent eine FTTH-Infrastruktur, die mit den Datenraten von bis zu 2,5 Gbit/s bundesweit eine Spitzenstellung einnimmt."
Vorvermarktungsquote von mindestens 50 Prozent nötig
Ausgebaut wird ab einer Vorvermarktungsquote von mindestens 50 Prozent, "in der Regel liegt sie bei sehr engagierten Gemeinden und Kommunen weit darüber", teilte eine Sprecherin von DNS-NET auf Anfrage von Cable!vision Europe mit. Während der Vorvermarktung seien die Hausanschlüsse generell kostenfrei, danach kosteten sie etwa 2.000 Euro für den Hauseigentümer.
Welche Gebiete bis wann ausgebaut werden, könne die DNS:NET zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekanntgeben, da die Gebiete für den eigenwirtschaftlichen Ausbau sehr detailliert analysiert und im Hinblick auf das Interesse der Haushalte ausgewählt würden, so das Unternehmen.
Ausbau auch in Bernau
Eine weitere Kooperationsvereinbarung wurde am 31. August mit der Stadt Bernau getroffen. In den kommenden Wochen sollen im eigenwirtschaftlichen Ausbau über 200 Kilometer Tiefbau und die Anbindung der Bernauer Ortsteile Börnicke, Birkenhöhe, Birkholzaue sowie im zur Gemeinde Ahrensfelde gehörenden Elisenau realisiert werden, kündigte das Unternehmen an. In der kreisangehörigen Stadt und Mittelzentrum im Landkreis Barnim wenige Kilometer nordöstlich der Berliner Stadtgrenze leben 40.000 Einwohner.
DNS:NET bietet Glasfaseranschlüsse mit 500 Mbit/s, 1 Gbit/s oder 2,5 Gbit/s im Download inklusive Telefonanschluss mit Flatrate ins deutsche Festnetz und IPTV (DNS:NET TV). Während der ersten 12 Monate betragen die Kosten für alle drei Varianten 19,90 Euro im Monat, danach 44,90, 59,90 oder 79,90 Euro monatlich.
Über DNS:NET
Seit dem April 2021 ist die 3i Infrastructure plc neben dem Gründer Alexander Lucke Gesellschafter der DNS:NET. Der Infrastrukturinvestor ist an der Londoner Börse gelistet und investiert nach eigenen Angaben langfristig in nachhaltige Infrastrukturunternehmen. In den kommenden Jahren plant die DNS:NET Gruppe über 2,5 Mrd. Euro in den Eigenausbau zu investieren und 1 Million Glasfaseranschlüsse zu realisieren.
Lesen Sie dazu auch: Neuer Investor steigt bei DNS:NET ein (CVE Online vom 3.04.2021).
Claudia Boss-Teichmann 29.08.2021

