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Abschlussveranstaltung Breitbandprojekt der SachsenEnergie in Bischofswerda am 02.09.2021 auf dem Butterberg. V.l.n.r.: Yvonne Kieselbach (Referentin im SMWA), Dr. Tamara Zieschang (Staatssekretärin im BMVI), Dr. Kathrin Kadner (Geschäftsführerin SachsenNetze GmbH,) Michael Harig (Landrat Landkreis Bautzen), Prof. Dr. Holm Große (Oberbürgermeister Bischofswerda), Birgit Weber (Beigeordnete Landkreis Bautzen) © Oliver Killig

SachsenEnergie vollendet Breitbandprojekt im Landkreis Bautzen

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit beendet der in Dresden und Ostsachsen tätige Kommunalversorger SachsenEnergie seinen Breitbandausbau in Bischofswerda im Landkreis Bautzen. In Summe können jetzt mehr als 3.000 Haushalte, rund 610 Unternehmen und Anschlüsse der Stadtverwaltung – darunter fünf Schulen – ab sofort auf schnelleres Internet zugreifen. Die Investitionskosten der SachsenEnergie betrugen 10,3 Mio. Euro, welche von Bund, Land und Landkreis im Rahmen der "Wirtschaftlichkeitslücke" mit 2,5 Mio. Euro gefördert wurden.

DOCSIS 3.1.-Aufrüstung und FTTB

Beim Ausbau in Bischofswerda wurde ein Mix aus Kabel-Internet und Glasfaser (Fiber to the Building - FTTB) realisiert. Dabei wurde u.a. ein vorhandenes Breitbandkabelnetz von DOCSIS 3.0 auf DOCSIS 3.1 (DOCSIS - Data Over Cable Service Interface Specification) aufgerüstet. Bei mehreren Bauabschnitten erfolgten parallel Mitverlegungen eigener Versorgungsleitungen von Energieinfrastruktur für Stromkabel der Mittelspannung, Stromkabel für Niederspannung, Niederdruck-Gasrohre und die Modernisierung von Hausanschlüssen für Strom und Gas.

Die SachsenEnergie-Töchter SachsenNetze und SachsenGigaBit realisierten insgesamt 54 Kilometer Tiefbau, verlegten 135 Kilometer Kabelschutzrohre und 355 Kilometer Glasfaserkabel. Darüber hinaus wurden 29 neue Glasfaser-Verteilerschränke und für die Modernisierung des Kabelnetzes 330 neue Verteilerschränke errichtet. Im Ergebnis sind nun Downloadgeschwindigkeiten von mindestens 100 Mbit/s für Haushalte und 1000 Mbit/s für Gewerbetreibende möglich.

Das Ausbaugebiet ist ein Teil des gesamten Breitbandprojektes des Landkreises Bautzen. Dieses zählt nach Angaben von SachsenEnergie zu den größten Breitbandausbauprojekten zur Beseitigung von sogenannten weißen Versorgungsflecken (Versorgungsraten unter 30 Mbit/s) in Deutschland.

Hintergrund: Breitbandausbau in im Landkreis Bautzen

Der Kreistag des Landkreises Bautzen hatte in seiner Sitzung im März 2018 die Vergabe von insgesamt 23 Losen zum kreisweiten Ausbau des schnellen Internets bestätigt. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen rund 4500 Kilometer Glasfaser verlegt und rund 1.600 Kilometer Tiefbauarbeiten durchgeführt. Zum Vergleich: Das Straßennetz von Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Landkreis Bautzen umfasst 1.649 Kilometer.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 104,5 Mio. Euro. Diese werden durch das Bundesprogramm zum Breitbandausbau und die sächsische Förderrichtlinie "Digitale Offensive Sachsen" gefördert. Der Eigenanteil des Landkreises beträgt ca. 10,9 Mio. Euro.

In der vorangegangenen Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse wurde der Förderbedarf in allen Städten und Gemeinden des Landkreises Bautzen außer in Cunewalde und Großnaundorf festgestellt (Grundversorgung unter 30 Mbit/s, kein eigenwirtschaftlicher Ausbau in den nächsten drei Jahren), informiert der Landkreis. Die darauf aufbauende Ausschreibung sei europaweit und technologieoffen erfolgt. Im Rahmen der Förderantragstellung wurde der Landkreis in 9 Gebiete, die so genannten Cluster unterteilt. In jedem Cluster wurden 2-3 Lose gebildet.

Für die Mehrzahl der Lose habe die Telekom Deutschland die besten Angebote abgegeben. Sie erhielt daher den Zuschlag für 8 komplette Cluster sowie das Los 1 im Cluster 5. Die technologische Umsetzung erfolgt durch das FTTB-Verfahren (Fibre to the Building), also Glasfaser bis ins Gebäude.

Für das Los 2 im Cluster 5, also im oben genannten Ausbaugebiet in der Stadt Bischofswerda, hatte die ENSO den Zuschlag erhalten, die in der SachsenEnergie aufgegangen ist.


 

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