
Neue Initiative sieht Sendefrequenzen für Medien und Kultur in Deutschland bedroht
Auf der Weltfunkkonferenz wird 2023 über die künftige Nutzung des UHF-Spektrums im Bereich 470 bis 694 MHz und damit über die Zukunft des terrestrischen Rundfunks entschieden. Die neu gegründete "Allianz für Rundfunk- und Kulturfrequenzen" befürchtet, dass diese Frequenzen den Medien und der Kulturbranche streitig gemacht werden. Dadurch sieht die Initiative die Verbreitung terrestrischer Rundfunkangebote und die Durchführung von Kulturevents in Zukunft massiv beeinträchtigt und warnt vor einer Beschädigung der Vielfalt in Medien und Kultur in Deutschland.
Begehrte Frequenzen
Bislang nutzen der Rundfunk - gemeint ist damit das terrestrische Fernsehen DVB-T2 - und die Anwender von Funkmikrofonen (und anderen drahtlosen Produktionsmitteln) das Spektrum im Bereich 470 bis 694 MHz in störungsfreier Koexistenz. Das sichere Informationen, insbesondere auch im Katastrophenfall, sowie die deutsche Veranstaltungs-, Messe-, Kultur- und Kreativwirtschaft.
Aufgrund seiner besonders guten Eigenschaften sei das Spektrum auch bei anderen Gruppen begehrt: Mobilfunk, Militär, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben beanspruchten die Frequenzen für sich. "Der Mobilfunk braucht keine Rundfunk-UHF-Spektrum" wendet sich die Iniative vor allem gegen weitere Begehrlichkeiten von seiten der Mobilfunkbetreiber. Seit 2010 wurden in der "Digitalen Dividende 1" und der "Digitalen Dividende 2" über 40 Prozent des Rundfunk-UFH-Spektrums an den Mobilfunk umgewidmet, der heute sehr viel Spektrum habe.
Allianz für Rundfunk- und Kulturfrequenzen
Zu den Gründungsmitgliedern der Allianz für Rundfunk- und Kulturfrequenzen gehören ARD, Deutschlandradio, Media Broadcast, die Landesmedienanstalten, die Initiative SOS – Save Our Spectrum, das Unternehmen Sennheiser, VAUNET - Verband Privater Medien e. V., ZDF sowie der Verband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI e.V.
Claudia Boss-Teichmann 22.10.2021

