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In einem wettbewerbs- und innovationsfreundlichen Umfeld könne sogar noch vor 2030 in ganz Deutschland ein vollständig gigabitfähiges Netz aufgebaut werden, so der VATM-Präsident David Zimmer bei der Vorstellung der aktuellen Marktstudie (Foto: VATM)

Aufbruchstimmung im deutschen Telekommmunikationsmarkt beim Gigabit-Ausbau

VATM und DIALOG CONSULT präsentierten heute die Marktstudie zum deutschen Telekommunikationsmarkt 2021. Die Zahl der gigabitfähigen Anschlüsse - HFC-Kabel und FTTB/H - wächst weiter auf 31,4 Millionen Anschlüsse. Ein neuer Höchststand auch beim FTTH/B-Neubau mit 2,1 Millionen, deren Gesamtzahl auf 7,5 Millionen ansteigt. Die Zahl der HFC-Kabel-Anschlüsse steigt bis Jahresende um 1,2 Millionen auf fast 24 Millionen Anschlüsse. Anstige auch beim Datenverbrauch in Festnetz und Mobilfunk um jeweils rund 33 Prozent. Im Festnetz wird in 2021 erstmals die 100 Milliarden-Gigabyte-Schwelle mit 102 Milliarden Gigabyte genommen.

Kein "Investitionsnotstand" bei Telekommunikationsnetzen

Präsident David Zimmer und Geschäftsführer Jürgen Grützner vom VATM stellten gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Gerpott von DIALOG CONSULT die Studie vor. Sie betonten, dass es bei den Telekommunikationsnetzen keinen "Investitionsnotstand" gebe, sondern bei den Anwendungen in Verwaltung, Gesundheitswesen oder Schulen. In den kommenden Jahren stehen nach ihrer Einschätzung 45 bis 50 Milliarden Euro bereit, mit denen rund 33 Millionen Breitband-Anschlüsse geschaffen werden könnten. Mit den bereits vorhandenen wären damit nahezu alle Haushalte in Deutschland versorgt. Ziel müsse bleiben, möglichst schnell ein gigabitfähiges Netz in Deutschland auszubauen. HFC-Kabel sei - neben Glasfaser - für einen flächendeckenden Ausbau, so Zimmer, alternativlos. In einem wettbewerbs- und innovationsfreundlichen Umfeld könnte sogar noch vor 2030 in ganz Deutschland ein vollständig gigabitfähiges Netz aufgebaut werden, so der VATM-Präsident. Als technische Übergangslösung, gerade für den ländlichen Raum, sieht Zimmer ausschließlich Funk oder Satellit als "Digitalisierungshilfe".

Eigenwirtschaftlicher Ausbau

Der VATM erneuerte die Forderung nach Vorzug von eigenwirtschaftlichem vor geförderten Ausbau. Normierungen von Verlegeverfahren in geringer Tiefe sowie bundesweit harmonisierte und digitalisierte Antrags- und Genehmigungsverfahren seien dringend erforderlich, um mit den vorhandenen Ressourcen schneller bauen zu können. Einig waren sich alle beim Thema "Digitalministerium". Die digitalpolitischen Kompetenzen müssten ressortübergreifend in einem Ministerium mit Mitspracherecht gebündelt werden.

Ein PDF der Studie kann auf der Website des VATM heruntergeladen werden.
 

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