
Der erste Spatenstich zum Breitbandausbau in Sebnitz: v.l.n.r.: Ronald Kretzschmar (Amtschef der Großen Kreisstadt Sebnitz), Henner Jordan (Geschäftsführer WEA Wärme- und Energieanlagenbau GmbH) und Dr. Frank Brinkmann (Vorstandsvorsitzender SachsenEnergie) © Karl-Ludwig Oberthür
Spatenstich für geförderten Breitbandausbau in Sebnitz
In der Großen Kreissstadt Sebnitz (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) erfolgte am 28. Oktober der Spatenstich für den geförderten Breitbandausbau. Rund um Sebnitz sollen insgesamt 300 Kilometer Glasfaser verlegt werden. Bis Ende 2024 sollen 1.400 Objekte, alle Sebnitzer Schulen, das Krankenhaus und weitere Unternehmen an das Glasfaser-Internet angeschlossen sein. Zukünftig sind an diesen Anschlüssen dann Übertragungsraten bis 1.000 Mbit/s im Download möglich.
Geförderter Ausbau im Rahmen der Weiße-Flecken-Förderung
Das Ausbauprojekt sieht vor, alle Adresspunkte, die derzeit mit einer geringeren Bandbreite als 30 Mbit/s im Download versorgt werden, mit Glasfaser direkt zu erschließen. Finanziert wird der Ausbau komplett durch die sogenannte "Weiße-Flecken-Förderung", wobei der Bund 70 Prozent und der Land 30 Prozent in Höhe von ca. 32,7 Mio. Euro tragen. Durchgeführt wird der Ausbau durch die SachsenEnergie.
"Dieser Breitbandausbau ist sowohl finanziell als auch vom baulichen Umfang her das größte Projekt in der Geschichte der Stadt. Besonders erfreulich ist, dass die Aufträge an ortsansässige Unternehmen vergeben worden sind. Der Wert für Unternehmen und Einwohner ist enorm hoch – ein schneller Internetzugang zählt mittlerweile als entscheidender Standortfaktor und steht für Lebensqualität. Das Projekt wird zudem die Vorstufe zum Vollausbau mit Glasfaseranschlüssen für alle Adresspunkte in Sebnitz sein", so Amtschef Ronald Kretzschmar.
Für anspruchsberechtigte Hauseigentümer ist der Anschluss kostenlos, informiert die SachsenEnergie. Dafür ist ggf. die Errichtung eines neuen Gebäudenetzes notwendig. Der Anschluss an das Glasfasernetz ist nur bei rechtzeitiger Beauftragung kostenfrei. Aber auch wer nicht unmittelbar förderberechtigt ist, hat unter Umständen die Möglichkeit, einen kostenfreien Glasfaseranschluss zu erhalten. Das betrifft vor allem die Kunden, deren Gebäude unmittelbar an der Hauptleitung liegt.
Claudia Boss-Teichmann 02.11.2021

