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Das Kieler Unternehmen SELOCA hat seine Kapazitäten unter anderem mit neuen automatisierten, auf 96 Plätze erweiterten Konfigurations- und Teststationen erweitert (Foto: Seloca)

Green-IT-Pionier SELOCA setzt Wachstum fort

Die Kieler SELOCA, Service-Partner der Netzwirtschaft für die Wiederaufbereitung elektronischer Endgeräte, ist in den vergangenen zwölf Monaten weiter stark gewachsen. Der Kundenstamm aus der Netz- und Telekommunikationsbranche hat sich von 41 auf über 60 erhöht, teilt das Unternehmen mit. Inzwischen sind am Standort Kiel 50 Mitarbeiter tätig. Diese werden in diesem Jahr etwa 25 Prozent mehr Router und andere Endgeräte als im Vorjahr aufbereiten. Damit vermeidet SELOCA für die TK-Branche nach eigenen Angaben einen CO2-Ausstoß von mehr als 120 Tonnen. Zudem werden wertvolle Rohstoffe, seltene Erden und hohe Strommengen durch die Wiederaufbereitung eingespart.

"Massives gesellschaftliches und wirtschaftliches Umdenken"

"Schon die CO2-Einsparungen im Vorjahr von rund 100 Tonnen waren ein stolzer Wert. 2021 wird für uns erneut ein weiteres Rekordjahr. Klimaschutz, Nachhaltigkeit und die Halbleiterkrise haben zu einem massiven gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umdenken geführt, was auch vor nationalen Grenzen nicht haltmacht. Derzeit sprechen uns immer mehr potentielle Neukunden aus den
europäischen Nachbarländern an. Bereits seit Mitte des Jahres sind wir für die beiden Marktführer in Österreich tätig. Der schonende Umgang mit wertvollen Rohstoffen in Kombination mit intelligenter Logistik heben gerade weitere interessante CO2-Einsparpotentiale für uns", betont Matthias Künsken, CEO der SELOCA GmbH.

Ausbau der Kapazitäten

Mit inzwischen über 60 Netzpartnern erwartet das Unternehmen, seinen Jahresdurchsatz an bearbeiteten Geräten im Vergleich zum Vorjahr von 400.000 auf über 500.000 zu erhöhen. Darüber hinaus wurde am Standort in eine Reihe technischer Neuerungen investiert. Neben den neuen automatisierten auf 96 Plätze erweiterten Konfigurations- und Teststationen steigert eine dritte Kommissionier- und Versandlinie die tägliche Versandkapazität an Endkunden inzwischen auf über 1.000 Pakete. Zudem verstärken die weiterhin andauernde Halbleiterkrise und knappe Verfügbarkeit von Routern den aktuellen Boom bei der Wiederaufbereitung gebrauchter Endgeräte. So werden alleine in Deutschland jedes Jahr von drei Routern nach der Rückgabe an den Netzbetreiber zwei wieder aufbereitet und an Kunden weitergeben. Der Rest wird gezielt verwertet und entsorgt.


 

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