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Srini Gopalan, im Vorstand der Deutsche Telekom für das Deutschland-Geschäft verantwortlich, sieht die Gründung des Joint Ventures als Bekenntnis der Telekom zum Standort Deutschland (Foto: Deutsche Telekom)

Joint Venture

Deutsche Telekom gründet Joint Venture "GlasfaserPlus"

Die Deutsche Telekom hat heute eine langfristige Partnerschaft mit dem IFM Global Infrastructure Fund, der durch IFM Investors beraten wird (zusammen "IFM") verkündet. IFM Global Infrastructure Fund beteiligt sich mit 50 Prozent an der Ausbaugesellschaft GlasfaserPlus GmbH. Das daraus entstehende Joint Venture soll bis 2028 vier Millionen zusätzliche gigabitfähige FTTH-Anschlüsse im ländlichen Raum und in Fördergebieten ausbauen. Dieser Ausbau ist laut Telekom zusätzlich geplant zu dem bereits kommunizierten Ziel, bis 2024 insgesamt 10 Millionen Haushalte anzubinden.

Bis 2030 sollen über 30 Milliarden in Glasfaser investiert werden

Srini Gopalan, im Vorstand der Deutsche Telekom für das Deutschland-Geschäft verantwortlich: "Partnerschaften sind für die erfolgreiche Digitalisierung unseres Landes unverzichtbar. Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir IFM für unser Joint Venture als Partner gewinnen konnten. Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland und ein Signal, das digitale Rückgrat unserer zukünftigen Gesellschaft gemeinsam zu bauen. Dafür investiert die Deutsche Telekom in Deutschland wie kein zweiter Anbieter. Ab 2022 sechs Milliarden Euro pro Jahr, die Investition in GlasfaserPlus kommt ergänzend hinzu. Bis 2030 planen wir, inklusive der Investition in GlasfaserPlus mehr als 30 Milliarden Euro in Glasfaser zu investieren, sodass alle Haushalte und Unternehmen von gigabitfähigen Glasfaseranschlüssen profitieren."

Kyle Mangini, Global Head Infrastructure von IFM Investors, fügt hinzu: "Dies ist ein attraktives Investment für IFM Global Infrastructure Fund – das GlasfaserPlus Joint Venture profitiert von positiven zugrundeliegenden Trends und der langfristigen Cash Flow Entwicklung. Dies wird uns helfen, im Interesse unserer Investoren insbesondere die langfristig in unseren Fonds angelegten Pensionsgelder zu mehren."

GlasfaserPlus arbeitet eng mit der Deutschen Telekom zusammen

Das Joint Venture will vorbehaltlich der ausstehenden Genehmigung ab 2022 Glasfasernetze ausbauen und sich dabei auch an staatlichen Förderausschreibungen beteiligen. Das entstehende Netz soll der Telekom wie auch ihren Wettbewerbern diskriminierungsfrei und zu wirtschaftlichen Bedingungen geöffnet werden. Geplant ist weiterhin, dass die GlasfaserPlus der Deutschen Telekom und Drittanbietern aktive Bitstream-Access-Dienstleistungen anbietet, jedoch nicht mit einem eigenem Produktportfolio auf Endkunden zugeht. Der Unternehmenssitz wird nach jetziger Planung im Großraum Köln sein. Im kommenden Jahr will GlasfaserPlus über 100.000 FTTH-Anschlüsse bauen, um 2023 das Volumen auf knapp 500.000 Anschlüsse zu erhöhen.

Durch die geplante 50/50-Struktur üben beide Partner gemeinsam die Kontrolle über das Joint Venture aus. IFM zahlt für den 50 Prozent-Anteil an GlasfaserPlus GmbH einen Kaufpreis von 0,9 Milliarden Euro. Die Hälfte davon wird mit dem Einstieg fällig, die übrigen 50 Prozent werden abhängig vom Ausbaufortschritt des Joint Ventures gezahlt. Die Gesamtbewertung des Joint Ventures aus Sicht des Investors beläuft sich damit auf 1,8 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Teil des über die Ausbauperiode geplanten Investitionsvolumens soll durch eine Bankenfinanzierung fremdfinanziert werden. Die Deutsche Telekom wird durch die anfängliche Kaufpreiszahlung des Co-Investors einen wesentlichen Teil ihrer Eigenkapitalverpflichtungen aus dem Joint Venture (JV) finanzieren können. Das JV wird mit dem Einstieg des Investors dekonsolidiert. Die Deutsche Telekom kann sich nach Ablauf der Ausbauperiode, spätestens nach zehn Jahren, einen Anteil von IFM sichern. Damit geht eine zusätzliche Optionalität auf die zukünftige Vollkonsolidierung der Gesellschaft einher.

Über IFM

IFM wurde vor mehr als 25 Jahren gegründet und wird von einer Gruppe australischer Pensionsfonds kontrolliert. IFM Investors als Plattform verwaltet Pensionsgelder von global mehr als 30 Mio. Anspruchsberechtigten sowie weitere institutionelle Mittel in Höhe von mehr als 108 Mrd. Euro (per 30. Juni 2021).
 
Srini Gopalan sagt über den Infrasturktur-Fond: "Übrigens ist IFM Investors ein Partner, der auf schnelle Leitungen aus ist. Und nicht auf den schnellen Euro. Das Unternehmen blickt auf eine mehr als 25-jährige Geschichte als erfolgreicher Investor in öffentliche Infrastruktur zurück. Es investiert langfristig in Glasfaser Plus."
 

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