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Verbraucherzentrale: Zu geringe Breitbandgeschwindigkeit

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) hat mit Daten der Bundesnetzagentur ausgerechnet, wie viel Verbraucher im Zeitraum 2019/2020 in gängigen Breitband-Tarifen monatlich zu viel zahlten. Untersucht wurden die größten Breitband-Internetanbieter Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1.
Die Messdaten der Bundesnetzagentur wurden dabei mit den Tarifen der Telekommunikationsanbieter abgeglichen. In dem Untersuchungsbericht haben die Verbraucherschützer konkrete Beiträge ausgerechnbet, die Kunden der vier größten Telekommunikationsanbieter zu viel bezahlten.

Beispielsweise erhielten 30 Prozent der Nutzer bei der Deutschen Telekom in der Bandbreitenkasse von 200 bis 500 Mbit/s nicht einmal 37,7 Prozent der versprochenen Leistung. Das bedeute beim Tarif Magenta Zuhause XL 250, der über eine Laufzeit von 24 Monaten pro Monat durchschnittlich 46,20 Euro25 kostet, dass betroffene Kunden monatlich mindestens 28,78 Euro zu viel zahlen. Bei Vodafone ergibt sich ein ähnliches Bild in dieser Kategorie: Der Erhebung zufolge erhalten 30 Prozent der Nutzer nur ein Drittel der vertraglich vereinbarten Leistung, was monatlich mindestens 20,00 bis 26,67 Euro an Zahlungen ohne Gegenleistung entspricht.

Minderungsrecht als Anreiz für Telekommunikationsanbieter

Das neue Minderungsrecht im Rahmen der TKG-Novell, die am 1. Dezember 2021 in Kraft tritt, könnte nach Ansicht der vzbv ein Anreiz für die Telekommunikationsunternehmen sein, gegenüber ihren Kunden die vertraglich versprochene Leistung im Breitbandbereich zu erfüllen.

Nicht zufällig ode repräsentativ

Zur Methodik der Erhebung sagt die vzbv: "Das Tool der Bundesnetzagentur, auf dem die Daten beruhen, hat dabei kleinere methodische Einschränkungen: So ist die Teilnahme an der Breitbandmessung eigeninitiiert und damit nicht zufällig oder repräsentativ, die Parameter der Anschlüsse (Bandbreitenklasse, Anbieter etc.) beruhen auf den Angaben der Nutzer:innen und es kann nicht überprüft werden, ob die Testumgebung optimal war. Allerdings validiert die Bundesnetzagentur nach eigenen Aussagen die Testergebnisse umfangreich, indem sie etwa Messungen über WLAN verwirft. Zudem kommt es zu Ausreißern bei hohen Übertragungsraten, weshalb diese nicht weiter berücksichtigt werden."


 

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