
(Grafik: Deutsche Telekom)
Telekom zieht Netzausbau-Bilanz 2021
Die Deutsche Telekom zieht Bilanz für den Netzausbau 2021. Mit 1,2 Millionen neuen FTTH-Anschlüssen und insgesamt 63.000 5G-fähigen Antennen sieht sich die Telekom besonders mit ihrem Ausbautempo bei den Zukunftstechnologien auf gutem Kurs.
Das verbrauchte Datenvolumen ist auch 2021 deutlich angestiegen. Im Festnetz lag das Volumen in diesem Jahr etwa 15 Prozent über 2020. Ähnliche Steigerungen gab es im Mobilfunk: Hier gingen im abgelaufenen Jahr 1,83 Milliarden Gigabyte durchs Netz. 2020 waren es noch 1,625 Milliarden Gigabyte. Die Top 3 beim Datenverbrauch im Mobilfunknetz der Telekom waren YouTube, Instagram und Facebook.
Ein Schwerpunkt beim Ausbau liegt laut Telekom auf dem ländlichen Raum. Ziel der Telekom ist es, bis 2030 in Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnern acht Millionen Glasfaser-Anschlüsse zu bauen. Um den Ausbau auf dem Land noch stärker zu pushen, hat die Telekom das Joint Venture GlasfaserPlus mit dem australischen Investor IFM gegründet. Damit soll weiteren vier Millionen Haushalten auf dem Land ein Glasfaser-Anschluss ermöglicht werden.
Der Eigenausbau steht nach wie vor im Fokus des Glasfaser-Ausbaus. Bis 2030 will die Telekom mehr als 30 Milliarden Euro allein für den Glasfaserausbau in Deutschland investieren. Wo immer es sinnvoll und nachhaltig ist, setzt das Unternehmen auch auf Kooperationen. Dabei bietet es zum einen Partnern ihr Breitbandnetz zur Nutzung an (Wholesale). Auf der anderen Seite kooperiert die Telekom auch mit anderen Anbietern, um ihre Produkte auf Netzen anderer Unternehmen anzubieten (Wholebuy).
Auch LTE wird weiter ausgebaut. So deckt die 4G jetzt 99 Prozent aller Haushalte ab. Mit 3G ist Ende Juni 2021 eine alte Technologie in den Ruhestand gegangen. Die frei gewordenen Frequenzen setzt die Telekom nun für die wesentlich leistungsfähigeren Technologien 4G und 5G ein.
Parallel hat in den besonders stark betroffenen Flutgebieten, in denen das Hochwasser das vorhandene Kupfernetz nachhaltig beschädigt hat, der Aufbau eines modernen FTTH-Netzes begonnen. "In 2022 werden wir dort insgesamt rund 40.000 Haushalte und Unternehmensstandorte direkt mit Glasfaser anschließen", sagt Walter Goldenits, Geschäftsführer Technik der Telekom Deutschland. Im Jahr darauf sollen allein in den betroffenen NRW-Kommunen weitere 25.000 FTTH-Anschlüsse hinzukommen.
Datenvolumen erneutgestiegen
Ausbau im Festnetz
In diesem Jahr hat die Telekom bundesweit mehr als 70.000 Kilometer Glasfaser verlegt. Insgesamt umfasst das Glasfasernetz der Telekom damit mehr als 650.000 Kilometer. Durch den Ausbau von 1,2 Millionen Anschlüssen in 2021 können nun insgesamt mehr als drei Millionen Haushalte einen Glasfaseranschluss buchen. Bis 2024 will die Telekom insgesamt zehn Millionen Haushalte mit Glasfaser anbinden. Ein Anschluss mit bis zu 100 MBit/s ist aktuell für 34,4 Millionen Haushalte verfügbar.Ein Schwerpunkt beim Ausbau liegt laut Telekom auf dem ländlichen Raum. Ziel der Telekom ist es, bis 2030 in Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnern acht Millionen Glasfaser-Anschlüsse zu bauen. Um den Ausbau auf dem Land noch stärker zu pushen, hat die Telekom das Joint Venture GlasfaserPlus mit dem australischen Investor IFM gegründet. Damit soll weiteren vier Millionen Haushalten auf dem Land ein Glasfaser-Anschluss ermöglicht werden.
Der Eigenausbau steht nach wie vor im Fokus des Glasfaser-Ausbaus. Bis 2030 will die Telekom mehr als 30 Milliarden Euro allein für den Glasfaserausbau in Deutschland investieren. Wo immer es sinnvoll und nachhaltig ist, setzt das Unternehmen auch auf Kooperationen. Dabei bietet es zum einen Partnern ihr Breitbandnetz zur Nutzung an (Wholesale). Auf der anderen Seite kooperiert die Telekom auch mit anderen Anbietern, um ihre Produkte auf Netzen anderer Unternehmen anzubieten (Wholebuy).
Ausbau im Mobilfunk
74 Millionen Menschen in Deutschland konnten zum Jahresende 5G im Netz
der Telekom nutzen, vermeldet der Bonner Konzern. Von den insgesamt
63.000 5G-Antennen kamen dieses Jahr 6.000 neu hinzu. Auf dem 3,6
Gigahertz-Band ist 5G jetzt in mehr als 140 Städten verfügbar, über
3.500 Antennen an fast 1.200 Standorten. Die Telekom hat außerdem alle Antennen im 3,6 Gigahertz-Band technisch für 5G Standalone aufgerüstet. Sie sind parallel sowohl an das bereits bestehende Kernnetz, sowie an das neue 5G Standalone- Kernnetz angebunden.
74 Millionen Menschen in Deutschland konnten zum Jahresende 5G im Netz der Telekom nutzen, vermeldet der Bonner Konzern. Von den insgesamt 63.000 5G-Antennen kamen dieses Jahr 6.000 neu hinzu. Auf dem 3,6 Gigahertz-Band ist 5G jetzt in mehr als 140 Städten verfügbar, über 3.500 Antennen an fast 1.200 Standorten.
Glasfaser für Hochwassergebiete
Zum Jahresende werden den Angaben zufolge rund 97 Prozent der ehemals bei der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen beschädigten 103.000 Festnetzanschlüsse wieder voll funktionsfähig sein. Von den verbleibenden ca. 3000 Anschlüssen sollen ein Drittel im ersten Quartal 2022 instandgesetzt werden. Rund 2000 Anschlüsse können nicht wiederhergestellt werden, weil Infrastruktur wie Straßen, Brücken und/oder Häuser komplett zerstört wurde. Die betroffenen Kunden wurden von der Telekom unmittelbar nach der Flut auf Wunsch mit kostenlosen, mobilfunkbasierten Ersatzprodukten versorgt.Parallel hat in den besonders stark betroffenen Flutgebieten, in denen das Hochwasser das vorhandene Kupfernetz nachhaltig beschädigt hat, der Aufbau eines modernen FTTH-Netzes begonnen. "In 2022 werden wir dort insgesamt rund 40.000 Haushalte und Unternehmensstandorte direkt mit Glasfaser anschließen", sagt Walter Goldenits, Geschäftsführer Technik der Telekom Deutschland. Im Jahr darauf sollen allein in den betroffenen NRW-Kommunen weitere 25.000 FTTH-Anschlüsse hinzukommen.
Claudia Boss-Teichmann 29.12.2021

