
Klaus Müller leitete seit 2014 den Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin (Foto: Corinna Guthknecht - vzbv)
Bundesnetzagentur bekommt neuen Präsidenten
Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), wird am 1. März 2022 neuer Präsident der Bundesnetzagentur werden und damit die Nachfolge von Jochen Homann antreten, der in den Ruhestand geht. Mit der Gestaltung des Glasfaserausbaus und der Energiewende steht Müller vor großen Aufgaben.
Der 50-Jährige Diplom-Volkswirt Müller begann seine Berufstätigkeit bei der Landes-Investitionsbank in Kiel. Er war Bundestagsabgeordneter der Grünen und von 2000 bis 2005 Umwelt- und Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein. 2006 wurde Müller Vorstand der Verbraucherzentrale NRW und legte alle politischen Ämter nieder. Seit 2014 führt er den Bundesverband in Berlin.
In der Telekommunikationsbranche ist man gespannt, wie er seine Aufgabe wahrnehmen wird. Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM e. V., gibt zu bedenken, dass "Deutschland im Telekommunikationsbereich bereits die härtesten Verbraucherschutzregeln der EU" habe. Daher werde es auf den Wettbewerb innovativer Dienste auf den Netzen ebenso ankommen wie auf die Beschleunigung des Glasfaserausbaus.
BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers hofft, dass sich Klaus Müller für den Wettbewerb als Motor des Glasfaserausbaus stark mache. "Für die entscheidende Phase des Glasfaserausbaus brauchen wir vor allem eine investitions- und wettbewerbsfreundliche Regulierung, so wie sie im neuen Telekommunikationsgesetz angelegt ist. Darüber hinaus muss er dafür sorgen, dass die weitere Beschleunigung des Ausbautempos mit den Interessen der Verbraucherinnen und Verbrauchern in Einklang gebracht wird, um Bürgerinnen und Bürger so schnell wie möglich an das Glasfasernetz anzuschließen", sagt Albers.Claudia Boss-Teichmann 21.01.2022

