
Liberty Networks will im bayerischen Feldafing/Tutzing am Starnberger See bis Ende 2023 eigenwirtschaftlich ein Glasfasernetz bauen. (Foto: Pixabay)
Liberty Networks Germany plant Glasfaserausbau am Starnberger See
Bis Ende 2023 plant der Infrastrukturanbieter Liberty Networks Germany im bayrischen Feldafing/Tutzing den Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes, um FTTH-Lösungen in die Haushalte zu bringen. Tutzings Bürgermeisterin Marlene Greinwald begrüßt den Netzausbau: "Mit einem leistungsstarken Glasfasernetz setzen wir auf eine zukunftssichere Netzinfrastruktur. Sie ist entscheidend für digitales Lernen und Arbeiten in häuslicher Umgebung, für die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten unserer Unternehmen sowie für eine zukunftsfähige öffentliche Infrastruktur – intelligent gesteuert, energieeffizient und klimaschonend." Bernhard Sontheim, Bürgermeister von Feldafing, ergänzt: "Die digitale Zukunft wird somit für alle Bürgerinnen und Bürger endlich Realität." Bisher existiert in beiden Gemeinden kein flächendeckendes Highspeed-Netz. Sontheim: "Wir freuen uns, dass mit Liberty Networks Germany endlich ein Anbieter Interesse am Ausbau im ländlichen Bereich hat."
Rein privatwirtschaftlicher Ausbau
Für die Breitbanderschließung der Wohn- und Gewerbegebiete in beiden Gemeinden sind Investitionen in Höhe von 14,5 Millionen Euro erforderlich. Für den Ausbau ist eine Vorvermarktungsquote in Höhe von 35 Prozent notwendig. Eine Eigenbeteiligung der Gemeinde ist nicht vorgesehen, da der Ausbau rein privatwirtschaftlich erfolgt. Die Infrastruktur für ein Glasfasernetz mit einer Länge von 172 Kilometern soll laut Liberty Networks Germany schnell geschaffen werden. Die ersten von bis zu 1.000 Haushalten sollen schon im zweiten Halbjahr 2022 mit mehr Tempo im Netz unterwegs sein können. Dazu wird das Unternehmen ab sofort mit der Sondierung der Nachfrage beginnen. Erste Haushalte haben bereits ihr Interesse bekundet. Weitere Infos gibt es unter: www.hellofiber.de/feldafing-tutzing
Geplantes Ausbauprojekt im Landkreis Märkisch Oderland ist gecancelt
Erst im November 2021 hatte Liberty Networks Germany (lesen Sie dazu auch: Liberty Networks Germany: Erstes Ausbauprojekt startet in Brandenburg) sein erstes Ausbauprojekt in Deutschland angekündigt. Im brandenburgischen Petershagen/Eggersdorf im Landkreis Märkisch Oderland war für mehr als 7.000 Haushalte und Gewerbetreibende der Aufbau eines flächendeckenden Breitbandnetzes bis Ende 2023 geplant. Diese Ausbaupläne sind allerdings inzwischen gecancelt, wie das Unternehmen auf Nachfrage von CVE Online mitteilte. "Da wir unser Netz eigenwirtschaftlich ausbauen, das heißt ohne öffentliche Förderung, benötigen wir in Petershagen/Eggersdorf eine Beteiligungsquote der Bürger von 35 Prozent. Leider konnte diese Beteiligungsquote nicht erreicht werden und wir haben uns daher entschlossen, das Projekt nicht fortzuführen. Wir bedauern es sehr, dass wir die Gemeinde nicht an unser Glasfasernetz anschließen konnten", heißt es in einer Stellungnahme.
Claudia Boss-Teichmann 02.02.2022

