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Swisscom veröffentlicht Jahresbericht 2021

Die Swisscom hat im Jahr 2021 Konzernumsatz und Betriebsergebnis (EBITDA) leicht gesteigert. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent auf CHF 11.183 Mio. Im Schweizer Kerngeschäft reduzierte sich der Umsatz allerdings leicht, dafür verzeichnete die italienische Breitbandtochter Fastweb Zuwächse. Das konsolidierte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) stieg um 2,2 Prozent auf CHF 4.478 Mio.

Swisscom sieht sich im Festnetzausbau durch Behördenentscheide gebremst

Per Ende 2021 hat Swisscom in der Schweiz 4,8 Mio. oder rund 90 Prozent der Wohnungen und Geschäfte mit Ultrabreitband (mehr als 80 Mbit/s) erschlossen. Über 3,9 Mio. oder 72 Prozent der Wohnungen und Geschäfte haben durch Zugang zu Verbindungen mit mehr als 200 Mbit/s.

Eine grosse Unsicherheit prägt laut Swisscom aktuell den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes bis zu den Wohnungen und Geschäften (FTTH), den Swisscom für die Schweiz realisiert. Das Bundesverwaltungsgericht hat 2021 die vorsorglichen Massnahmen der Wettbewerbskommission vom Dezember 2020 bestätigt, welche die Netzarchitektur von Swisscom teilweise infrage stellen. Bis zu einer Klärung der Situation baut Swisscom nur Netzelemente, die der P2P-Netzarchitektur (Punkt-zu-Punkt) entsprechen (z. B. Zuleitung ins Haus) oder in Kooperation gebaut werden.

Swisscom hat das Ziel, die FTTH-Abdeckung mittels P2MP-Architektur (Punkt-zu-Multipunkt) in der Schweiz bis 2025 auf rund 60 Prozent zu verdoppeln. Ein von den Behörden verordneter P2P-Ausbau wäre laut Swisscom deutlich teurer und würde die geplante Abdeckung auf 50 Prozent reduzieren. Das ursprüngliche Ausbauziel, bis 2025 rund 1,5 Mio. Glasfaseranschlüsse zu bauen, würde damit um einen Drittel oder rund 500.000 Wohnungen und Geschäfte verringert. Durch die P2P-Bauweise würden vor allem in ländlichen und dünn besiedelten Gebieten die Kosten massiv steigen.

Ausbau des Mobilfunknetzes – Bedarf wächst stark

Das 4G/LTE-Netz von Swisscom deckt per Ende 2021 über 99 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab. Aktuell versorgt Swisscom 99 Prozent der Schweizer Bevölkerung mit einer Basisversion von 5G. Ende 2021 verfügt Swisscom über 1.975 Antennen in 888 Orten mit der Vollversion von 5G+.

Konvergenz: Bündelangebot inOne weiterhin beliebt

Die Zahl der TV- und Breitbandanschlüsse bleibt laut Swisscom hoch, die Nachfrage nach Bündelangeboten hält an. Privatkunden schätzen laut Swisscom besonders das modulare, flexible Abo inOne. Ende 2021 verzeichnete Swisscom im Privatkundensegment 2,52 Mio. inOne Kunden.

Die Zahl der Festnetz-Breitbandanschlüsse und TV-Anschlüsse blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil, bei Breitband bei 2,04 Mio. Anschlüssen, bei TV bei 1,59 Mio. Anschlüssen.

Der Bestand der Postpaid-Anschlüsse im Mobilfunk stieg gegenüber dem Vorjahr um 128.000. Die Zahl der Prepaid-Anschlüsse sank um 175.000. Insgesamt zählt Swisscom Ende 2021 6,18 Mio. Mobilfunkanschlüsse.

Weiterwachsen konnte Swisscom in der Heimvernetzung (Smart Home) für die Steuerung beispielsweise von Licht, Musik oder Alarmanlagen. Die Anzahl Haushalte, die eines oder mehrere Geräte in der Swisscom Home App aktiviert haben, nahm um 80 Prozent zu.

Geschäftskunden: Starker Wettbewerb und höhere Nachfrage nach ICT-Lösungen

Der Markt für Geschäftskunden ist laut Swisscom weiterhin durch hohen Preisdruck und neue Technologien geprägt. Der Umsatz mit Telekommunikationsdiensten sank infolge Preiserosion im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent auf CHF 1.637 Mio. Swisscom führt dies auf Preiserosion zurück.

Ausblick 2022: Umsatz von rund CHF 11 Mrd.

Swisscom erwartet für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von rund CHF 11 Mrd., einen EBITDA von rund CHF 4,4 Mrd. sowie Investitionen von rund CHF 2,3 Mrd.

Hier ist der detaillierte Jahresbericht der Swisscom abrufbar.

 

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