
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und Telekom Deutschland-Vorstand Srini Gopalan bei der Ankündigung des Ausbauvohabens (Foto: Deutsche Telekom)
Telekom: 2 Millionen Glasfaseranschlüsse sollen bis 2030 in Berlin entstehen
Die Deutsche Telekom will bis 2030 zwei Millionen FTTH-Anschlüsse (Fiber to the Home) in Berlin bereitstellen. Das hat Telekom Deutschland-Vorstand Srini Gopalan am 14. März im Rahmen eines Treffens mit Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin Berlins, und Stephan Schwarz, Senator für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin, angekündigt. Damit setzt der Telekommunikationskonzern sein im vergangenen Jahr für Berlin angekündigtes Ausbauziel herauf.
Telekom will 1 Million Anschlüsse ein Jahr früher bereitstellen
Im vergangenen Jahr hatte die Telekom bekannt gegeben, in Berlin bis 2027 eine Million FTTH-Anschlüsse errichten zu wollen. Diese sollen nun schneller als ursprünglich geplant entstehen und ein Jahr früher, also bis 2026, zur Verfügung stehen. Bis 2030 sollen es dann zwei Millionen sein. Im Jahr 2021 wurden laut Telekom die ersten 50.000 Anschlüsse fertiggestellt. Bis 2024 soll der Ausbau sukzessive auf 250.000 Anschlüsse pro Jahr ansteigen.
Die Telekom könne die Ausbaugeschwindigkeit auch durch den vorangegangenen Vectoring-Ausbau konstant hochhalten, so das Unternehmen. Da die Glasfaser bereits nah an den Häusern liege, fielen auch weniger Tiefbaumaßnahmen an.
Mobilfunkausbau könnte noch schneller vorangehen
Zum Mobilfunk-Ausbau in Berlin sagt Telekom Deutschland-Vorstand Srini Gopalan: "Auch hier werden wir unserer Verantwortung für die Hauptstadt gerecht. Mit unseren knapp 1.200 Antennen versorgen wir bereits heute 99,9 Prozent der Berlinerinnen und Berliner mit LTE und 5G. Viel mehr geht nicht. Und wir bauen weiter. Jeden Tag, bei Wind und Wetter. Um Berlin noch schneller die bestmögliche Konnektivität zu bieten, benötigen wir jedoch geeignete Liegenschaften, digitale Prozesse und einheitliche Vorschriften".
Gigabit-Strategie Berlins: Flächendeckende Glasfaser-Versorgung bis 2030
Laut Beschluss des Berliner Senats soll die Bundeshauptstadt bis 2030 flächendeckend mit Glasfaser bis zum Gebäude bzw. bis zur Wohnung versorgt sein (FFTB/H). Eine vollständige 5G-Mobilfunkversorgung soll bereits 2025 erreicht werden. Die Gigabit-Strategie setzt dabei in erster Linie auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau der Telekommunikationsunternehmen, die durch individuelle Absichtserklärungen mit den in Berlin tätigen Telekommunikationsunternehmen abgesichert und dokumentiert wird.
Im Oktober vergangenen Jahres hatte das Land Berlin mit Vattenfall Eurofiber eine Absichtserklärung unterzeichnet (siehe CVE Online vom 8.10.2022). Vattenfall Eurofiber will bis 2026 mehr als 500.000 Haushalte und Unternehmen in Berlin ans Glasfasernetz anschließen.
Und vor wenigen Tagen wurde eine Absichtserklärung Berlins mit DNS:NET bekannt gegeben (siehe CVE Online vom 11.03.2022), derzufolge das Unternehmen in den kommenden Jahren bis spätestens 2030 mehrere hunderttausend Anschlusspunkte (Haushalte/Gewerbeeinheiten/sozioökonomische Schwerpunkte) eigenwirtschaftlich mit Glasfaser (FTTB/H) versorgen will.
Claudia Boss-Teichmann 14.03.2022

