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Herbert Strobel ist Vorsitzender des Fachverbands "Media Networks", vormals "Kabel & Satellit", im ZVEI (Foto: Astro)

Fachverband Kabel & Satellit hat neuen Namen

Der Fachverband Satellit & Kabel im ZVEI e.V., Verband der Elektro- und Digitalindustrie, hat sich in Fachverband Media Networks umbenannt. "Der neue Name reflektiert die Veränderungen von Markt und Technik sowie die steigenden Anforderungen an die Produkt- und Servicepalette der Mitgliedsunternehmen", so Herbert Strobel, Vorsitzender des Fachverbands. Mitglieder sind u.a. die Unternehmen Astra Deutschland, Astro Strobel, braun teleCom, DCT DELTA, HUBER+SUHNER Bktel, Televes, Teleste und WISI. Die Mitgliedsunternehmen würden zunehmend übergreifend als Systempartner für eine Vielzahl von Branchen agieren, in denen Netzwerke und Gigabitausbau für die Medienversorgung immer wichtiger würden. "Insofern reflektierte die Bezeichnung Satellit & Kabel die Bandbreite unseres Geschäftsfelds zuletzt nicht mehr ausreichend", sagt Strobel weiter.

"Leistungsfähige Infrastruktur nicht mit Glasfaser überbauen"


Gleichzeitig plädierte er für Technologieoffenheit und warnte mit Blick auf die Gigabitstrategie des Bundes davor, den Gigabitausbau auf Glasfasernetze zu reduzieren. Es sei zweckwidrig, öffentliche Fördermittel dafür einzusetzen, eine bestehende, leistungsfähige Infrastruktur mit Glasfaser zu überbauen. Ferner müsse der Aufbau langlebiger, nachhaltiger Infrastrukturen durch die Investition in qualitativ hochwertige Komponenten sichergestellt werden. "Der Schlüssel für eine zukunftsfähige, bedarfsgerechte Medienzuführung liegt im Mix der verfügbaren Technologien. Aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher zählt letztlich die verfügbare Bandbreite, nicht die dahinterliegende Technologie", erklärt Strobel.

Konjunktur: Ausblick getrübt


Die Auftragslage im Bereich Media Networks hatte sich nach Angaben des Fachverbands positiv entwickelt und stieg im Herbst 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Das Jahr schloss positiv mit einem Umsatzplus von 3,5 Prozent ab, bei der professionellen Netztechnik konnte sogar ein zweistelliger Zuwachs erreicht werden. Die damit einhergehenden vorsichtig optimistischen Erwartungen der Branche für 2022 hätten sich jedoch im ersten Quartal angesichts der jüngsten Entwicklungen in Europa und der Welt deutlich relativiert. Die anhaltende Knappheit von Bauteilen, die angespannte Lage auf dem Rohstoffmarkt und die Unsicherheit bei der Energieversorgung belasten die Prognose für das laufende Jahr. In den ersten beiden Monaten des Jahres blieb der Umsatz im Vergleich zum Jahresende 2021 stabil.

 

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