
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Digitalministern Prof. Dr. Kristina Sinemus stellen den "Glasfaserpakt" vor (Foto: Staatskanzlei/MinD)
Hessen: Eine halbe Million Glasfaseranschlüsse im nächsten Jahr
In den kommenden zwölf Monaten sollen in Hessen 530.000 Haushalte neue Glasfaseranschlüsse erhalten. Dazu unterzeichnete die Landesregierung einen "Glasfaserpakt" mit elf Telekommunikationsunternehmen, dem Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) sowie der Landesgruppe Hessen des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU).
Elf Telekommunikationsunternehmen sind beteiligt
Neben den beiden Verbänden BREKO und VKU Hessen haben die folgenden elf Telekommunikationsunternehmen am Pakt mitgearbeitet und unterzeichnet: Deutsche GigaNetz, Deutsche Glasfaser, Telekom Deutschland, Vodafone, DB broadband, 1&1 Versatel, ENTEGA Medianet, Goetel, OREG Odenwald-Regional-Gesellschaft, TNG Stadtnetz und Yplay.
Durch die im "Glasfaserpakt" vereinbarten Ausbauplanzahlen sollen in den nächsten zwölf Monaten in Hessen für rund 18 Prozent der Haushalte (530.000) Glasfaseranschlüsse bereitgestellt werden. Zusammen mit den bereits angebundenen Haushalten würden damit bis Mitte 2023 über 25 Prozent der Haushalte in Hessen vom Glasfaserausbau profitieren, das sind dreimal so viele wie bisher. Darüber hinaus wollen sich die Paktpartner an Förderprojekten in Gebieten beteiligen, in denen der Markt bisher nicht aktiv geworden ist.
Bürokratieabbau und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren
Die Hessische Landesregierung will den Ausbau mit folgenden Maßnahmen forcieren: Bürokratieabbau, Beschleunigung von Genehmigungsverfahren (z.B. GigaMaP-Portal, OZG-Breitbandportal), Bereitstellung von kostenlosen Geobasisdaten für optimale Netzplanung sowie der Stärkung der Akzeptanz von modernen Verlegeverfahren. Darüber hinaus fördert das Land, wo kein wirtschaftlicher Ausbau möglich ist. "Der eigenwirtschaftliche Ausbau, also 'privat vor Staat', hat sich bei uns bewährt und wir setzen staatliche Förderung nur ergänzend ein", hob die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus hervor. Aktuelle Beispiele seien aus dem Graue Flecken Programm die Kreise Main-Kinzig und Marburg-Biedenkopf, bei dem alleine das Land Hessen bis zu 140 Millionen Euro investiert.
Lesen Sie zum Breitbandausbau in Hessen auch: Vodafone und hessischer Main-Kinzig-Kreis starten Glasfaser-Rekordprojekt (CVE Online vom 11.05.2022)
Claudia Boss-Teichmann 13.05.2022

