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Deutschland größter TV-Markt in der EU

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) stellt anlässlich des diesjährigen World TV Day am 21. November 2014 die besondere gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Bedeutung von Fernsehen heraus.

Annette Kümmel, ProSiebenSat.1 Media AG und Vorsitzende des Fachbereiches Fernsehen und Multimedia im VPRT: „Fernsehen bewegt die Welt. Jeden Tag sehen rund 5,5 Milliarden Menschen fern, das entspricht 75 Prozent der Weltbevölkerung. Eine unabhängige, vielfältige und wirtschaftlich tragfähige Fernsehlandschaf hat einen unschätzbaren Wert für die Meinungsvielfalt und - freiheit und ist damit einer der Eckpfeiler für demokratische Gesellschaftsordnungen.“

Frank Giersberg, Leiter Marktentwicklung im VPRT: „In großen Teilen der Welt kommt dem Fernsehen auch eine besondere volkswirtschaftliche Relevanz zu. Weltweit erwirtschaftet die Branche über 300 Milliarden Euro und stimuliert ein Vielfaches dessen an Wertschöpfung bei vor- und nachgelagerten Branchen. Als Werbeträger stützt Fernsehen zudem die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit vieler Industrien in nationalen und internationalen Märkten.“

Internationale TV-Marktdaten

Internationale Vergleichsdaten zur TV-Nutzung, zur Zahl und Ausstattung der TV-Haushalte sowie zur wirtschaftlichen Entwicklung sind auf der VPRT-Website abrufbar unter www.vprt.de/tv-international
Reichweiten und Nutzung von Fernsehen liegen weltweit auf Rekordniveau. Insgesamt sehen etwa 75 Prozent der Weltbevölkerung – also rund 5,5 Milliarden Menschen – täglich fern, wie aus der Studie „Connected Life“ des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens TNS hervorgeht. In Deutschland liegt demnach die tägliche TV-Reichweite mit 78 Prozent leicht über dem globalen Durchschnitt.
Auch die tägliche TV-Sehdauer liegt weltweit auf Rekordniveau. Den „Television International Key Facts“ von IP Deutschland zufolge lag die Sehdauer in Europa im Jahr 2013 bei durchschnittlich 234 Minuten, beziehungsweise in der Europäischen Union sogar bei 236 Minuten pro Tag. Spitzenreiter bei der TV-Nutzung war Rumänien mit 340 Minuten (+14 Minuten gegenüber dem Vorjahr), vor Serbien mit 306 Minuten (-1 Minute). Auf Rang 3 platzierte sich Portugal mit 298 Minuten (+14 Minuten). Im weltweiten Vergleich liegen die USA mit 293 Minuten (+1 Minute) auf Rang 4. Deutschland liegt mit einer durchschnittlichen Sehdauer von 221 Minuten (-1 Minute) im Mittelfeld.

Parallelnutzung und Onlinevideonutzung

Bei der Parallelnutzung von Tablet oder Smartphone mit dem Fernsehen liegt Deutschland der Studie „Global Trends 2014“ von Ipsos zufolge im internationalen Mittelfeld. Etwa jeder Dritte Deutsche nutzt beim Fernsehen auch mal sein Smartphone oder Tablet, in Südkorea hingegen sind es zwei Drittel. In Schweden, das gemeinsam mit Südkorea mit einer allgemeinen Smartphonenutzung von 81 Prozent den Spitzenplatz erreicht, nutzen hingegen nur 17 Prozent jeden Tag ein Tablet oder Smartphone während des Fernsehens.

Die tägliche Online-TV- und Online-Video-Nutzung ist weltweit bereits auf 25 Prozent gestiegen, in Deutschland liegt sie noch bei rund 10 Prozent. In China, Singapur und Hong Kong, wo tablet-große Mobiltelefone (Phablets) weit verbreitet sind, konsumiert sogar jeder Dritte täglich Onlinevideos.

TV-Haushalte

Gemessen an der Zahl der TV-Haushalte ist Deutschland der größte Fernsehmarkt in der EU, beziehungsweise der zweitgrößte TV-Markt in Europa. Laut „Television International Key Facts“ von IP Deutschland belegt Deutschland mit fast 40 Millionen TV-Haushalten – das entspricht über 98 Prozent der Haushalte – Rang 2 hinter Russland (52,18 Mio. TV-Haushalte). Auf Rang 3 folgt Frankreich mit knapp 29 Millionen TV-Haushalten.

Bei der Zahl der Haushalte, die hochauflösendes Fernsehen empfangen können, liegt Deutschland dem Bericht fast gleichauf mit Russland. Rund 31 Millionen TV-Haushalte empfangen HDTV, in Russland sind es knapp 300.000 mehr. Auf dem dritten Rang liegt auch hier Frankreich (23,68 Mio. HDTV-Haushalte). Laut Digitalisierungsbericht der Medienanstalten 2014 sollen demgegenüber erst rund 17 Millionen deutsche TV-Haushalte (43,9 %) ihre TV-Programme (zumindest auch) in HD-Qualität empfangen. Diese deutliche Abweichung dürfte darin begründet sein, dass die Studie „Television International Key Facts“ die Geräteausstattung abbildet, während im Digitalisierungsbericht der tatsächliche Empfang abgefragt wird.

 

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