Neue Strategiepläne bei UPC ?
Die offenen Gedankenspiele von Charles Bracken, stellvertretender Liberty-Global (LGI)-Finanz-Chef, auf einer Investorenkonferenz, man könne sich vorstellen, dass “regulators” (wie das Bundeskartellamt) einem Kauf von Unitymedia Kabel BWs durch Vodafone offen gegenüber stünden, haben erneut das Übernahmespekulationen beflügelt.
Liberty Global hat vor rund zwei zusätzlich zu Unitymedia (wurde 2009 übernommen) das Kabelunternehmen KabelBW gekauft, allerdings mit einer Reihe von Vorgaben seitens der Kartellbehörde. Würde es zu einer Übernahme von Unitymedia durch Vodafone kommen, hätte das Unternehmen im Kabel-TV-Markt einer marktbeherrschende Position: In 13 Bundesländern ist Vodafone mit Kabel Deutschland vertreten. In den drei restlichen haben Unitymedia Kabel BW (Baden-Württemberg) und Unitymedia (NRW und Hessen) ihre Kabelhaushalte. Kabel Deutschland hatte schon vor Jahren, noch vor der Fusion von Unitymedia und Kabel BW, vergeblich mit der Übernahme der Kabelnetzbetreiber geliebäugelt. Bislang haben sich Pläne der LGI-Gruppe nicht realisieren lassen, in Deutschland weitere Netze, wie auch Kabel Deutschland, zu kaufen, während das Unternehmen in anderen Ländern wie in der Schweiz oder Österreich landesweit aktiv sein kann. LGI hat die Zukäufe in den vergangenen Jahren, neben Unitymedia wie Ziggo in den Niederlanden oder die Kabelgeschäfte der Virgin-Gruppe in Großbritannien, mit hohen Verbindlichkeiten finanziert. Zu dem öffentlichen Bracken-Testballon gab es keine weiteren Stellungnahmen der Unternehmen und der Kartellamtes.
Wolfgang Posewang 28.11.2014

